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Asien

Historische Begegnung: Chinas Präsident trifft künftigen Vize Taiwans

Es ist wohl eine historische Begegnung: Chinas Präsident Hu hat den designierten Vizepräsidenten Taiwans getroffen. Es ging zwar nicht um eine Wiedervereinigung, aber immerhin um wirtschaftliche Kontakte.

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Ranghöchstes Treffen seit 1949: Vincent Siew und Hu Jintao

Das Gespräch sei freundschaftlich und sehr offen gewesen. So beurteilt der designierte Vizepräsident Taiwans, Vincent Siew, sein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao. Seit der Abspaltung Taiwans von der kommunistischen Volksrepublik China im Jahr 1949 war es die ranghöchste Begegnung von Vertretern beider Seiten. Beobachter bezeichneten das Treffen denn auch als "historisch".

Bei dem rund 20-minütigen Gedankenaustausch am Rande eines Wirtschaftsforums auf der chinesischen Insel Hainan ging es in erster Linie um wirtschaftliche Kontakte.

Beide Seiten wünschen Frieden

Vor Journalisten sagte der chinesische Präsident Hu, für eine Verbesserung der Beziehungen seien Anstrengungen von beiden Seiten nötig. Siew ergänzte, engere Wirtschaftsbeziehungen würden den Frieden in der Region erleichtern und den Alltag der Bürger beider Staaten verbessern. Dies sei der gemeinsame Wunsch der Menschen auf beiden Seiten der Meeresstraße von Taiwan.

Das Treffen gilt auch als Probelauf für die künftigen Beziehungen zwischen der Führung in Peking und der neuen Regierung in Taiwan. Dessen Präsident Ma Ying-jeou tritt sein Amt im Mai an. Nach seinem Wahlsieg im März hatte er eine rasche Verbesserung der Beziehungen zu China und den Abschluss eines Friedensvertrags in Aussicht gestellt.

Die Regierung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und bestreitet die faktische Eigenständigkeit der Inselrepublik. Bisweilen drohte sie sogar mit militärischer Gewalt, um die angestrebte Wiedervereinigung durchzusetzen. (uh)

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