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Kultur

Historikerin: Herodes war kein Kindermörder und Psychopath

Brutaler Kindermörder von Bethlehem, verantwortlich auch für die Enthauptung Johannes des Täufers: Das Neue Testament stellt König Herodes als blutrünstigen, von hinterhältigen Frauen beeinflussten Psychopathen dar. Als Schurke und Tyrann ist er damit auch in die europäische Erinnerungskultur eingegangen - in Malerei und Literatur steht er für das Böse, das das Erlösungswerk Jesu in den Anfängen gefährdet. Eine Verleumdung, wie die Bochumer Historikerin Linda-Marie Günther in ihrer neuen Herodes-Biografie meint. Denn "wie kann Herodes zum Beispiel den Kindermord von Bethlehem angezettelt haben, wenn er zu dem Zeitpunkt schon tot war?", fragt sie. Und nicht er, sondern sein Sohn Herodes Antipas habe den Tod von Johannes dem Täufer auf dem Gewissen, belegt sie anhand der Quellen und verweist auf die historischen Daten. Denn gelebt hat Herodes von 73 bis 4 vor Christus, König von Gnaden Roms war er seit 40 vor Christus - während Jesus um vier nach Christus geboren und Johannes nach dem Jahr 20 hingerichtet worden sein dürfte.

  • Datum 14.12.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/7cTo
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