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Aktuell Welt

Hisbollah hilft weiter Assad

Die schiitische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon setzt ihre militärische Unterstützung des Assad-Regimes in Syrien fort. Die Opposition beharrt auf dem Sturz des Machthabers.

Im Süden von Damaskus griffen Hisbollah-Kämpfer auf der Seite der syrischen Regierungstruppen in die Gefechte mit den Rebellen ein, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London mitteilte. Die libanesische Schiiten-Miliz sei bei den Kämpfen um das Khomeini-Krankenhaus in dem Dorf Sajabijeh im Südosten der syrischen Hauptstadt aktiv. Die Hisbollah habe rund um das schiitische Pilgerzentrum Sajjida Seinab eine starke Präsenz und unterstütze die Armee bei einer Offensive auf Sajabijeh und Babila. (Das Artikelbild zeigt Zerstörungen in einem Ort südlich von Damaskus).

Die Region im Südosten der syrischen Hauptstadt ist eine wichtige Rückzugsbasis der syrischen Rebellen. Nach Angaben von Oppositionsaktivisten soll die Offensive von Regierungstruppen und Hisbollah die Versorgung der Aufständischen innerhalb von Damaskus abschneiden. Das Oppositionsbündnis "Nationale Koalition" warnte vor einem "Massaker" in dem Gebiet. Die Armee rücke auf zehn Achsen vor und habe bereits von den Rebellen gehaltene Gebiete so weit abgeschnitten, dass dort Essen und Medikamente knapp würden. Die 120.000 Menschen in dem Gebiet fürchteten, dass neue Gräueltaten begangen würden.

Die Hisbollah kämpft seit Monaten auf Seiten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Bei der Einnahme der Rebellenhochburg Kusair nahe der Grenze zum Libanon spielte die schiitische Miliz eine wichtige Rolle. Assad gehört der religiösen Minderheit der Alawiten an, einee Abspaltung von den Schiiten.

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G8 fordern Übergangsregierung für Syrien

Ungeachtet der jüngsten militärischen Rückschläge beharrt die Opposition auf dem Sturz Assads als Voraussetzung für eine Lösung des Konflikts. Die "Nationale Koalition" kommentierte die Syrien-Erklärung des G8-Gipfels mit den Worten, sie sei für jede politische Lösung offen, "die das Blutvergießen beendet und den Bestrebungen des syrischen Volkes gerecht wird, das Assad-Regime zu stürzen und diejenigen vor Gericht zu bringen, die Verbrechen gegen das syrische Volk verübt haben". Um dieses Ziel zu erreichen, sei jedes Mittel recht - auch der Einsatz militärischer Gewalt. Die führenden Industriestaaten hatten sich bei ihrem Gipfeltreffen am Dienstag für die Bildung einer syrischen Übergangsregierung ausgesprochen. Das Schicksal von Präsident Assad hatten sie bewusst offengelassen, weil Russland nicht dazu bereit ist, seinen Rücktritt zu fordern.

Das französische Außenamt teilte unterdessen mit, die Staatengruppe "Freunde Syriens" werde sich am Samstag in Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, treffen, um über konkrete Hilfe für die Aufständischen der "Freien Syrischen Armee" zu beraten.

wl/re /dpa, afp,rtre)

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