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Sprachbar

Hinter der Freude

Vor … in die Höhe springen. Vor … keinen Ton herausbringen und den berühmten Klops im Hals haben. Ich … mich wahnsinnig. … du dich auch so? Was für eine …! Um welches Wort geht es hier?

Wie reagiert der Mensch, wenn ihm Gutes widerfährt? So ganz allgemein gesprochen. Wie verhält sich jemand, der plötzlich aufs Angenehmste überrascht wird? Oder was geschieht, wenn wir endlich da sind, wo wir schon immer hin wollten? Bildlich gesprochen. Die Antwort liegt nahe. Aber machen wir es spannend.

Kann das wirklich wahr sein?

Um Gefühle, oder auch nur ein einziges, auszudrücken, verfügen wir über vielerlei Möglichkeiten. Aber das klingt sehr technisch. Nehmen wir ein erstes Beispiel: „Nein, das kann doch nicht wahr sein! Das ist ja großartig!“ Anlass für einen so begeisterten Ausruf kann die völlig unerwartete Mitteilung sein, dass es nun mit der Bewerbung doch geklappt hat und Petra zum nächsten Ersten anfangen kann.

Ihre Freundin, ein ganz anderer Typ, impulsiver und lebenslustiger als sie, hätte auf die gleiche Situation womöglich mit einem „Wow, das ist ja total verrückt!“, reagiert. Die Dritte im Bunde würde das Ereignis mit einem aufrichtigen herzhaften „Manno! Echt geil! Super!“ kommentieren und vorschlagen, es am Wochenende krachen zu lassen und das Ding ordentlich zu feiern. Aber bleiben wir bei Petra. Ihre Oma, die schon immer für ihre Lieblingsenkelin die Daumen gedrückt hatte; sie würde erleichtert - und verschmitzt wie sie ist - mit einem Augenzwinkern sagen: „Ach Kind! Dass ich das noch erleben durfte!“

Zu schön und dennoch wahr

Wenn uns die Worte fehlen, sagen wir paradoxerweise oft Folgendes: „Jetzt bin ich aber sprachlos“ und fügen wie zur Bestätigung ein „Das gibt’s doch gar nicht!“ an. Aber Vorsicht! Je nachdem, in welchem Zusammenhang diese Spontanäußerungen auftauchen, können sie sowohl Reaktion auf Positives als auch auf Negatives sein. Ähnlich ist es mit dem „Nee…oder?“ Das kann so oder so gemeint sein.

Jemand hat sich etwas seit Jahren sehnlichst gewünscht, und jetzt liegt es da; ausgepackt auf dem Geburtstagstisch, und nur mit dem berühmten Klops im Hals kann er seine Gefühle gerade noch so eben in Worte kleiden. Ein anderer wird – je nach Temperament und Stimmungslage – in die Luft springen wollen und „Märchenhaft! Großartig! Das ist ja unglaublich!“ rufen; und schließlich jenen Ausdruck verwenden, der jeden Superlativ toppt, nämlich: „Absolut fantastisch!“

Jedem sein Superlativ

Wie jemand sein Glücksempfinden, seine Begeisterung, sein Entzücken und seine Wonne – um ein altes Wort zu nennen – in Worte fasst, ist eine ganz persönliche Sache, abhängig auch von Stimmungen, der augenblicklichen Lebenssituation; auch dem Alter.

So wird man dem 75-jährigen Jubilar ein „Eh, das ist ja echt suppi!“ nicht abnehmen, wenn er die kostbare Uhr überreicht bekommt, von der er immer geträumt hat. Allenfalls, wenn er es scherzhaft sagt. Eher wird er leise sagen: „Aber das ist doch… nicht die Möglichkeit, Kinder. Ich bin… also ich kann Euch gar nicht…..“ Und dann wird er aufstehen und vielleicht mit einem Tränchen in den Augenwinkeln alle in die Arme nehmen. Weil er halt ganz gerührt ist und sich so freut.

Die Lösung

So, jetzt ist es raus; um die Freude geht es hier, und wie unterschiedlich sie sprachlich daherkommen kann. Niemand wird bestreiten, dass sie etwas Schönes ist, etwas Bewegendes. Sie lässt Gefühle in uns lebendig werden. Sie kann uns in helle, lodernde Aufwallung versetzen, von einer Sekunde auf die andere, oder sie kommt leise und sanft daher.

Ihre Schwestern sind Jubel und Begeisterung, ja Euphorie. Sie kann entzücken, uns lachen machen, sie versetzt uns in Hochstimmung und Glückseligkeit. Sie lässt das Herz schneller klopfen wenn der ICE langsam in die Halle fährt, und dann - endlich – schließen wir im Glücksgefühl des Wiedersehens unsere Freundin in die Arme.

Zeitlose Freude

„Mein Gott ist das schön, dass du da bist!“ Das klingt nach einem eher erwachsenen Pärchen. „Total super“ oder „Hi, echt Klasse, dass du da bist!“ geht auch. Für jüngere. Glücklicherweise ist Freude und alles, was so dazugehört keine Frage des Alters.

Fragen zum Text

Wenn jemand es ordentlich krachen lassen will, dann

1. will er/sie einen Streit provozieren.

2. will er/sie etwas ganz groß feiern.

3. will er/sie ein Feuerwerk veranstalten.

Wonne ist ein altes Wort für….

1. Traurigkeit.

2. Glücksempfinden.

3. Hunger.

Welches Gefühl ist nicht positiv?

1. die Glücksseeligkeit

2. die Begeisterung

3. der Ärger

Arbeitsauftrag

Ein fröhliches Wiedersehen, ein schönes Geschenk oder die Erfüllung eines Wunsches - beschreiben Sie eine Situation, in der Sie sich sehr gefreut haben. Schreiben Sie einen kurzen Aufsatz und lesen Sie ihn Ihrer Klasse vor.

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