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Aktuell Deutschland

Himmelsscheibe von Nebra nun Weltdokumentenerbe

Die UNESCO hat die Himmelsscheibe von Nebra, das Lorscher Arzneibuch, die Goldene Bulle von 1356 sowie Schriften von Karl Marx als Weltdokumentenerbe anerkannt. Deutschland ist jetzt mit 17 Einträgen vertreten.

Die Entscheidung für die Aufnahme ins "Gedächtnis der Menschheit" fiel im südkoreanischen Gwangju. Dort tagen die für die "Memory of the World"-Liste zuständigen Experten noch bis Freitag.

Video ansehen 02:48

Das Weltdokumentenerbe

Die 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra halten Fachleute für die früheste bekannte Abbildung des Sternenhimmels. Das Lorscher Arzneibuch aus dem gleichnamigen Benediktinerkloster in Südhessen, verfasst um das Jahr 795, gilt als älteste erhaltene medizinische Handschrift deutscher Herkunft.

Die Goldene Bulle von 1356 stelle das wichtigste Verfassungsdokument des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation dar, das bis 1806 Bestand hatte, wie es zur Begründung für die Aufnahme dieser Urkunde hieß. Die Nominierung wurde auch von Österreich unterstützt.

Auch Schriften von Marx werden gewürdigt

Das Kommunistische Manifest sowie der erste Band des Kapitals von Karl Marx wurden den Angaben zufolge ausgewählt, weil sie seit ihrer Entstehung weltweit großen Einfluss auf soziale Bewegungen hatten. Die Bewerbung zu den Karl Marx-Schriften reichte Deutschland zusammen mit den Niederlanden ein.

Lorscher Arzneibuch, 8. Jahrhundert,

Auch das Lorscher Arzneibuch zählt nun zum "Gedächtnis der Menschheit"

Seit 1992 will die UNESCO mit einem globalen digitalen Netzwerk historisch bedeutsame Zeugnisse vor dem Vergessen bewahren. Das "Gedächtnis der Menschheit" umfasst nun 299 Dokumente aus allen Weltregionen. Deutschland ist im Register jetzt mit 17 Einträgen vertreten, darunter mit der Gutenberg-Bibel, Beethovens Neunter Symphonie und dem Nibelungenlied.

haz/ml (kna, dpa)

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