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Nach Schüssen in Pizzeria:

Hillary Clinton warnt vor "Fake News"

"Menschenleben sind in Gefahr": Die unterlegene Präsidentschaftskandidatin Clinton warnt vor Falschnachrichten und Verschwörungstheorien im Internet. Und scherzt selbstironisch über ihre Tage nach der Niederlage.

Die US-Demokratin Hillary Clinton hat eindringlich auf Gefahren durch die Verbreitung von Falschmeldungen im Internet aufmerksam gemacht. Es habe dort in diesem Jahr eine regelrechte "Epidemie böswilliger Falschmeldungen und falscher Propaganda" gegeben, beklagte die gescheiterte Präsidentschaftsbewerberin im Kapitol in Washington. Im Kampf gegen "Fake News" gehe es nicht um Politik oder Parteizugehörigkeit: "Menschenleben sind in Gefahr". Dem Phänomen müsse rasch die Stirn geboten werden, um "unsere Demokratie und unschuldige Leben zu beschützen". 

Hetze in sozialen Medien 

Clinton bezog sich damit offensichtlich auf den jüngsten Vorfall in einer Pizzeria in Washington, die während des Wahlkampfs in den sozialen Medien Gegenstand einer Verschwörungstheorie gewesen war. Ein Mann hatte dort am Wochenende um sich geschossen. Verletzt wurde niemand. Herangeeilten Polizisten gab der 28-jährige Schütze an, er habe der Behauptung nachgehen wollen, dass Clinton und andere aus dem Restaurant heraus einen Kinderporno-Ring betrieben.

Video ansehen 01:20

Mann schießt um sich in Pizzeria aufgrund von "Fake News" über Hillary Clinton

Clinton appellierte an die Politiker von Demokraten und Republikanern, der Flut von "Fake News" nicht tatenlos zuzusehen. Bei einem ihrer seltener gewordenen Auftritte war sie zur Verabschiedung des demokratischen Senators Harry Reid gekommen.

Versuch mit Humor 

Selbstironisch spielte sie in ihren Ausführungen an auf die überraschende Niederlage gegen den Republikaner Donald Trump am 8. November. "Es ist nicht gerade die Rede, die ich nach der Wahl im Kapitol halten wollte", sagte die 69-Jährige scherzhaft. "Aber nachdem ich jetzt ein paar Wochen damit verbracht habe, im Wald Selfies zu machen, hielt ich es für eine gute Idee herzukommen..."
 

SC/haz (afp, dpa)

 

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