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Aktuell Welt

Hilfsorganisationen erinnern G8 an Zusagen

Vor dem G8-Gipfel haben Hilfsorganisationen an die Staatengruppe appelliert, ihre Versprechen im Kampf gegen Hunger und Armut einzuhalten. Zentrales Thema des Gipfels dürfte die Wirtschaftslage sein.

Die Regierungen dürften sich nicht aus der Verantwortung stehlen, sagte Marwin Meier, Gesundheitsexperte der Entwicklungsorganisation World Vision, der Nachrichtenagentur dpa. "Wir fordern einen ganz klaren Auszahlungsplan für die versprochenen Hilfen."

 World Vision und andere humanitäre Organisationen kritisieren seit längerem, dass von den Zusagen der G8 bisher zu wenig umgesetzt sei. Zudem fehlten nachprüfbare Zahlen. Auf ihrem Gipfeltreffen 2009 im italienischen L'Aquila hatten die G-8-Staaten 22 Milliarden US-Dollar für Ernährungssicherheit und Landwirtschaft in armen Ländern bis 2013 versprochen. Davon sei bisher höchstens ein Viertel ausgezahlt, schätzt World Vision.

US-Präsident Obama, der britische Premier Cameron, Bundeskanzlerin Merkel, Italiens Regierungschef Monti, der französische Präsident Hollande, der russische Ministerpräsident Medwedew, der Premier von Kanada, Harper, und der Premierminister von Japan, Noda. (von links oben nach rechts unten) (Foto: dpa)

Teilnnehmer des G8-Gipfels: US-Präsident Obama, der britische Premier Cameron, Bundeskanzlerin Merkel, Italiens Regierungschef Monti, der französische Präsident Hollande, der russische Ministerpräsident Medwedew, der Premier von Kanada, Harper, und der Premierminister von Japan, Noda.

Die G8 bestehen aus den sieben führenden Industrienationen USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada sowie Russland. Zentrales Thema des an diesem Freitagabend Ortszeit (Samstag 01.30 MESZ) in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten, beginnenden Gipfels wird voraussichtlich die Weltwirtschaftslage sein. Zudem stehen unter anderem die Verlängerung eines Programms gegen Hunger in Afrika, die zivile Hilfe für Afghanistan und Wirtschaftshilfe zur Unterstützung des Arabischen Frühlings auf der Tagesordnung. Auch der Konflikt in Syrien und der Atomstreit mit dem Iran dürften angesprochen werden. Der neue russische Präsident Wladimir Putin, der eigentlich für Außenpolitik zuständig ist, lässt sich von Regierungschef Dmitri Medwedew vertreten. Als Grund für seine Absage gab Putin die laufende Regierungsbildung in Russland an.

Beratungen der Europäer

Zur Vorbereitung des Treffens beriet Bundeskanzlerin Angela Merkel mit europäischen Spitzenpolitikern in einer Videokonferenz. An der Schaltung nahmen Frankreichs neuer Präsident Francois Hollande, Italiens Regierungschef Mario Monti, Großbritanniens Premier David Cameron sowie der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso teil. Ein Regierungssprecher in Berlin erklärte, es habe mit Blick auf Konjunktur und Schuldenkrise hohe Übereinstimmung darin bestanden, dass fiskalische Konsolidierung und Wachstum keine Gegensätze seien, sondern dass beides benötigt werde.

wl/ml (dpa, rtr, afp, dapd)

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