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Top-Thema – Podcast

Hilfe für Afrika

Zehntausende Menschen sind bereits an den Folgen der Hungersnot in Ostafrika gestorben. Die Kritik an den afrikanischen Regierungen wird immer lauter. Aber es gibt auch Vorschläge zur Bekämpfung der Hungersnot.

In Ostafrika kämpfen täglich Zehntausende um ihr Leben. In Somalia ist die Hungerkrise am schlimmsten: Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sollen dort über 3,5 Millionen Menschen davon bedroht sein. Fast 400 000 Menschen fanden Mitte 2011 Schutz im Flüchtlingslager Dadaab im Nachbarland Kenia, doch täglich kommen neue hinzu. Die kenianische Regierung behindert aber den Bau eines weiteren Lagers. Christoph Jaeger, langjähriger Mitarbeiter der Vereinten Nationen in Kenia, glaubt, dass die Regierung verhindern will, dass noch mehr Flüchtlinge ins Land kommen.

Auch die kenianische Bevölkerung kritisiert die Regierung: Man fordert ein schnelleres Vorgehen gegen die Hungersnot, die nicht nur Somalia, sondern auch weitere Länder Ostafrikas betrifft. Ida Odinga, die Frau des kenianischen Ministerpräsidenten, fordert langfristige Strategien. Ihrer Meinung nach müssen sich Experten besonders damit beschäftigen, wie die Kenianer auch in den nächsten Jahren genug zu Essen bekommen, denn kurzfristige Maßnahmen reichen nicht.

Eine halbe Million US-Dollar hat die Afrikanische Union für die Bekämpfung der Hungersnot bisher zusammentragen können. Laut den Vereinten Nationen werden aber über zweieinhalb Milliarden US-Dollar gebraucht. Abdi Osman vom Verein "Wir für Somalia" glaubt, dass die Staaten Ostafrikas zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind und deshalb anderen Staaten nicht helfen können.

Vorschläge, um zukünftige Hungerkatastrophen zu verhindern, gibt es in Ostafrika viele. Was davon zukünftig tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Doch viele Menschen in der Region wollen nicht länger warten, bis die Politiker handeln. Mehr als 500 000 Euro haben kenianische Bürger in wenigen Tagen gesammelt. Damit unterstützen sie die Initiative "Kenianer für Kenia".


Glossar

bereits – schon

Hungersnot, die – die Tatsache, dass in einem Land viele Menschen nichts zu essen haben

Bekämpfung, die – der Kampf gegen jemanden/etwas

nach Schätzungen – wie ungefähr bestimmt oder beurteilt wurde

von etwas bedroht sein – gefährdet sein; von etwas betroffen sein

Schutz finden – einen Ort finden, an dem man sicher ist

Flüchtlingslager, das – ein Ort, an dem Menschen geholfen wird, die aus ihrem Land geflohen sind

langjährig – so, dass etwas seit vielen Jahren andauert oder vorhanden ist

Flüchtling, der – jemand, der vor etwas flüchtet oder geflüchtet ist

Vorgehen, das – hier: das Handeln

langfristig – für lange Zeit (↔ kurzfristig)

Experte/Expertin, der/die – jemand, der über ein Thema sehr viel weiß

Maßnahme, die – eine Handlung, durch die etwas verändert werden soll

etwas zusammentragen – etwas sammeln

etwas umsetzen – hier: etwas verwirklichen; etwas tun

etwas bleibt abzuwarten – etwas ist noch nicht entschieden; etwas wird man in Zukunft sehen

Initiative, die – hier: eine Gruppe, die sich für etwas Bestimmtes einsetzt


Fragen zum Text

1. Viele von der Hungersnot bedrohte Menschen finden Hilfe …

a) beim Ministerpräsidenten.

b) in Flüchtlingslagern.

c) beim Verein "Wir für Somalia".

2. Die Frau des kenianischen Ministerpräsidenten fordert …

a) mehr Geld von der Regierung.

b) weitere Flüchtlingslager.

c) langfristige Maßnahmen gegen den Hunger.

3. Viele Menschen in Kenia unterstützen …, weil sie nicht auf das Handeln der Politiker warten wollen.

a) Flüchtlinge aus Nachbarländern

b) die Initiative "Somalier für Somalia"

c) die Afrikanische Union

4. Welches Wort passt hier? "Es reichen keine … Maßnahmen, um die Hungersnot zu verhindern."

a) langjährigen

b) kurzfristigen

c) langzeitigen

5. Was passt nicht? "Um … Hungerkrisen zu bekämpfen, brauchen die Staaten Afrikas neue Strategien."

a) zukünftige

b) zukünftig

c) zukünftigen

Arbeitsauftrag

Informieren Sie sich im Internet über Organisationen, die den Menschen in Ostafrika zu helfen versuchen (z. B. durch Spendengelder). Wählen Sie eine Organisation aus und halten Sie im Kurs einen kurzen Vortrag über Aufgaben und Ziele der Organisation.

Autor/in: Katrin Ogunsade/Lukas Völkel

Redaktion: Shirin Kasraeian

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