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Fußball

High Noon im Abstiegskampf

Der Meister heißt Dortmund, doch im Abstiegskampf ist noch alles offen. Im Saisonendspurt finden alle Spiele zeitgleich am Samstag statt. Theoretisch hat sogar noch Schlusslicht St. Pauli Chancen auf den Klassenerhalt.

Christoph Daum bei einer Pressekonferenz bei Eintracht Frankfurt (Foto: Thomas Lohnes/dapd)

Spielt Daum Schicksal für den 1. FC Köln?

Die Liga schaut nicht mehr nach Dortmund oder nach Leverkusen, sondern auf das untere Drittel der Bundesligatabelle. Denn da ist noch alles drin. Das spannendste Keller-Duell liefern sich am vorletzten Spieltag die Eintracht aus Frankfurt, die unter Trainer Christoph Daum noch sieglos ist, und der 1. FC Köln, der letzte Woche mit seinem Derbysieg über Leverkusen den Dortmundern zum Meistertitel verholfen hat. Ein Unentschieden würde den Kölnern genügen – sie haben 38 Punkte und damit auf Rang 14 drei Zähler Vorsprung auf die schwächste Rückrundenmannschaft Frankfurt. Verlieren sie gegen ihren Ex-Trainer, kommt es auch für sie am letzten Spieltag zum alles entscheidenden Finale.

Wieder ein Endspiel für Mönchengladbach

Der Mönchengladbacher Mohamadou Idrissou feiert mit Teamkollegen Marco Reus auf dem Rücken. (Foto: AP Photo/Martin Meissner)

Wird Mönchengladbach die Mannschaft der Stunde?

Endspiele kennen die Spieler von Borussia Mönchengladbach nur zu gut. Lange waren sie als Tabellen-Schlusslicht abgeschlagen, doch abschreiben sollte man die Borussia noch nicht. Dortmund und Hannover hat die Mannschaft zuletzt überraschend besiegt und ist damit auf den vorletzten Platz geklettert - mit nur noch zwei Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz. Selbst Rang 15 ist noch möglich. Als nächstes ist Freiburg dran und Stürmer Mike Hanke fordert einen weiteren Sieg. "Die letzten beiden Gegner waren auch gut, die haben wir geschlagen. Ich denke, dass wir mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen sollten und auch Freiburg schlagen können."

In den unteren Rängen steckt auch der VfL Wolfsburg auf Platz 15 fest, mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Im Heimspiel erwarten die "Wölfe" die "Roten Teufel" aus Kaiserslautern, die mit 40 Punkten schon am letzten Wochenende den Klassenerhalt feierten.

Meister Dortmund will nichts herschenken

Dortmunds Spieler jubeln nach dem Spiel. Dortmund ist deutscher Fussball-Meister. (Foto:Frank Augstein/AP/dapd)

Noch im Freudentaumel? Für Meister BVB geht es in den letzten zwei Spielen auch um die Ehre

Eng wird es auch noch einmal für Werder Bremen auf Platz 13 mit 38 Punkten. Zu Gast ist der frisch gebackene Meister Borussia Dortmund, der – so wird gemunkelt – vielleicht etwas angeschlagen von den Feierlichkeiten auflaufen könnte. Nichts da, sagt Meistertrainer Jürgen Klopp, der gern den zwölften Auswärtssieg einfahren würde. "Ich finde, es gibt sonst auch keinen Grund, sich zu treffen und Trikots anzuziehen, wenn man nicht anschließend auch das Spiel mit aller Macht gewinnen will."

Nur wenig komfortabler als für Bremen ist die Ausgangssituation für den VfB Stuttgart. 39 Zähler stehen auf dem Konto vor dem Spiel gegen Hannover. Die 96er liegen nun zwei Punkte hinter den Bayern auf Rang vier und wollen zumindest versuchen, den dritten Platz und damit die Champions-League-Qualifikation zu schaffen.

Kampf um Platz drei

Mit zwei Siegen aus den letzten beiden Spielen könnten die Bayern dies aber aus eigener Kraft verhindern und eine katastrophale Saison mit dem Minimalziel abschließen. Dabei hat Verteidiger Holger Badstuber keinerlei Mitleid mit dem Gegner St. Pauli, der seit dem 21. Spieltag nur einen Punkte geholt hat und mindestens noch fünf Zähler aus den letzten beiden Spielen braucht. "Wir müssen einfach da die drei Punkte einfahren und dann haben wir vielleicht schon am Samstag den dritten Platz sicher. Alles andere ist eigentlich egal."

Entspannung im Mittelfeld

Keine Chance: Manchesters Ryan Giggs, links, bezwingt Schalke-Keeper Manuel Neuer, (rechts). (Foto: Michael Sohn/AP/dapd)

Schalke ohne Chance gegen Manchester United

So ganz egal darf den Schalkern der Rest der Saison nicht sein. Auch wenn sie sich als Tabellenzehnter im Niemandsland der Liga befinden, so steht noch das DFB-Pokalfinale gegen den MSV Duisburg an. Und nach den empfindlichen Niederlagen gegen Manchester United im Halbfinale der Champions League ist die Partie gegen den Tabellen-Fünften Mainz auch schon eine kleine Bewerbungsveranstaltung für Trainer Ralf Rangnick und Manager Horst Heldt, der ankündigt: "Es wäre ein Fehler von dem einen oder anderen Spieler, wenn er meint, er könnte jetzt in der Liga halblang machen. Da kann es natürlich auch passieren, dass er das Pokalfinale auf der Bank sehen wird."

Ebenso im Niemandsland vertreten ist der Hamburger SV, der beim "ewigen" Vizemeister Bayer Leverkusen antreten muss. Bayer liegt fünf Punkte vor den Bayern und kann mit einem Sieg die direkte Teilnahme an der Champions League klarmachen.

Außerdem spielt der Tabellen-Sechste 1. FC Nürnberg, der mit fünf Punkten Rückstand auf Rang fünf den Europa-League-Traum ausgeträumt hat, gegen den Neunten Hoffenheim.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Reinhard Kleber