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Fußball

Herthas letzte Chance

Am 32. Spieltag will Bayern München seine Spitzenposition im Klassiker bei Borussia Mönchengladbach festigen. Verfolger Schalke tritt bei Schlusslicht Hertha an. Zum Auftakt am Freitag triumphierte Stuttgart in Bochum.

Die Stuttgarter Cacau (M) und Ciprian Marica feiern das 1:0 gegen Bochum (Foto: AP)

Stuttgarter Jubel

Bochums Milos Maric (vorne)und der Stuttgarter Roberto Hilpert kämpfen um den Ball (Foto: AP)

Bochum war Stuttgart in allen Belangen unterlegen

Der VfB Stuttgart hat seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt und den VfL Bochum in noch größere Abstiegsnot gestürzt. Mit dem verdienten 2:0 (2:0) beim Revierclub festigten die Schwaben zum Auftakt des 32. Spieltags den sechsten Tabellenplatz und nehmen nun sogar die Champions League ins Visier. Die beiden Angreifer Cacau (14. Minute) und Ciprian Marica (18.) sorgten für den sechsten Sieg des besten Rückrundenteams in Serie. "Wir wollen möglichst alle Spiele gewinnen. Da sind wir auf einem guten Weg", sagte Stuttgarts Manager Horst Heldt nach dem "souveränen, verdienten Sieg". Dagegen wird die Lage für die enttäuschenden Bochumer und deren in die Kritik geratenen Trainer Heiko Herrlich immer prekärer: Mit 28 Zählern ist der VfL weiter punktgleich mit dem Tabellen-16. Hannover 96 und steht vor dem sechsten Abstieg seit 1993.

Bayern weiter auf Triple-Jagd

Die Münchner Spieler Arjen Robben, Ivica Olic und Philipp Lahm (v.l.) feiern einen Torerfolg gegen Hannover (Foto: AP)

Sind die Bayern auch gegen Gladbach in Torlaune?

Der FC Bayern München ist auf seinem Weg zu drei Trophäen (Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions League) anscheinend nicht zu aufzuhalten. In der Champions League gab es unter der Woche im Halbfinal-Hinspiel gegen Olympique Lyon ein 1:0. Nun will der Rekordmeister auch in der Bundesliga auf Kurs bleiben und im Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach Platz eins vor Schalke 04 behaupten. "Jeder muss wissen: Wenn wir in Gladbach gewinnen, sind wir zu 99 Prozent an der Schale", verkündete Nationalstürmer Mario Gomez zuversichtlich. Doch vor dem 84. Bundesligaduell der großen Konkurrenten aus den 70er Jahren gibt sich auch die Borussia hoch motiviert. "Wenn man im eigenen Stadion gegen die Bayern spielt, dann ist es egal, worum und wofür man spielt. Allein die Möglichkeit, die Bayern vielleicht schlagen zu können, ist Grund und Motivation genug, 120 Prozent zu geben", sagte Gladbachs Profi Tobias Levels. Die seit fast sechs Jahren gegen die Bayern sieglosen Gladbacher rechnen sich eine kleine Außenseiterchance zwischen den Champions-League-Auftritten der Münchner aus. "Aber dann müssen wir einen Tag erwischen, an dem alles stimmt und hellwach sein", sagte Trainer Michael Frontzeck.

Hertha vor "Endspiel" gegen Schalke

Hertha-Fans mit dem Banner Aufholjagd (Foto: AP)

Aufholjagd oder Abstieg? Hertha letzte Chance

Die Bayern wollen mit einem Sieg Titelrivale Schalke 04 auf Distanz halten. Die Königsblauen haben zwei Punkte Rückstand und müssen bei Schlusslicht Hertha BSC antreten. "Uns erwartet ein Spiel, in dem es für beide Teams um sehr viel geht. Die Hertha kämpft um den Klassenerhalt, so dass die Intensität der Partie sehr hoch sein wird. Beide Mannschaften werden angesichts der Konstellation auf Sieg spielen", kündigte Mittelfeldspieler Ivan Rakitic an. Vor dem "Endspiel" gegen Schalke sprach Manager Michael Preetz in höchsten Tönen vom Gegner. "Schalke spielt eine fantastische Runde. Sie können Meister werden. Das sagt alles", meinte der Manager, dessen Vertrag auch nach einem Abstieg Gültigkeit haben soll. Das dürfte wohl nicht für Trainer Friedhelm Funkel gelten, der sich dennoch vor dem Schalke-Spiel optimistisch gab. "Ich glaube schon, dass wir gegen die Mannschaft von Felix Magath gewinnen können. Wir müssen nur endlich auch zu Hause Tore zu machen."

Leverkusen ohne Adler

Nationaltorhüter Rene Adler (Foto: AP)

Leverkusens Nationalkeeper Adler fällt in Nürnberg aus

Auf den dritten Platz, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt, hat sich Werder Bremen vorgespielt. "An die Champions League denken wir derzeit nicht, wir haben noch schwere Spiele", sagte Trainer Thomas Schaaf vor der Partie gegen den 1. FC Köln. Werder gewann zwar fünf der letzten sechs Ligaspiele, doch auch die Rheinländer feierten in den letzten vier Runden drei Siege (zwei davon auswärts). Hinter Bremen hofft auch Bayer Leverkusen noch auf das große internationale Geschäft. Die Mannschaft spielt gegen den Vorletzten Hannover 96, der am vergangenen Spieltag in München mit 0:7 untergegangen war. Trainer Mirko Slomka versprach Besserung. "Solche Ergebnisse gab es ja auch schon in der Champions League. Wir werden natürlich alles daran setzen, um diese Schmach in ein anderes Bild zu rücken." Bei Leverkusen fällt Nationaltorhüter Rene Adler wegen eines Rippenbruchs aus. Für ihn wird Nachwuchs-Talent Fabian Giefer im Tor stehen.

Rückschlag für Dortmund

Die Nürnberger Spieler Ilkay Gündogan (r) und Albert Bunjaku jubeln über einen Treffer (Foto: dpa)

Der Club will gegen Dortmund unbedingt triumphieren

Auch Abstiegskandidat 1. FC Nürnberg trifft auf einen Gegner mit internationalen Ambitionen, wie Trainer Dieter Hecking betonte. "Borussia Dortmund wird alles versuchen, um hier in Nürnberg drei Punkte zu machen, um ihre Ausgangspositionen für die Champions League zu verbessern. Von daher erwarte ich ein sehr offenes Spiel." Die Borussen müssen den Ausfall von Mohamed Zidan verkraften. Der Ägypter zog sich am vergangenen Spieltag einen Kreuzbandriss zu. Voller Sorgen um den weiteren Saisonverlauf flüchtete sich Trainer Jürgen Klopp in Durchhalteparolen: "Es gehört offenbar zu dieser Spielzeit, dass wir immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Die Mannschaft ist das gewohnt, sie wird auch diesen Ausfall verkraften."

Im Mittelfeldduell stehen sich noch der FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt gegenüber. Abgeschlossen wird der Spieltag am Sonntag mit den Partien 1899 Hoffenheim gegen Hamburger SV und Aufsteiger SC Freiburg gegen Meister VfL Wolfsburg.

Deutsche Welle-Radio berichtet am Samstag live ab 16.05 MESZ von den Nachmittagspartien. Vom Abendspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln überträgt DW-Radio die 2. Halbzeit live ab 19.30 Uhr MESZ.

Autor: Arnulf Boettcher
Redaktion: Jürgen Bergheim

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