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Fußball

Hertha kriselt und Aue bleibt Spitzenreiter

Während Hertha am 15. Spieltag tiefer in die Krise rutschte, verteidigte Aue die Tabellenführung. Im Abstiegskampf wird die Situation für Bielefeld immer bedrohlicher. Bochum gewann das Montagspiel bei Union Berlin.

Die Spieler des TSV 1860 München jubeln nach dem 1:0 Treffer in der 1. Halbzeit gegen Hertha durch Benjamin Lauth (2.v.l.). (Foto: Peter Kneffel dpa/lby)

1860 München jubelt nach dem 1:0 durch Lauth (2.v.l.)

Top-Favorit Hertha BSC Berlin entfernt sich immer weiter vom Saisonziel direkter Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel verlor am 15. Spieltag mit 0:1 (0:1) bei 1860 München und steht nach der vierten Pleite aus den letzten fünf Spielen als Fünfter erstmals in dieser Saison nicht mehr in den Aufstiegsrängen. Bei den Hauptstädtern brachten auch die taktischen und personellen Umstellungen durch Babbel keine Besserung. "Vor dem Gegentor waren wir nicht konsequent im Zweikampf, und vorne ist keiner da, der mit aller Macht den Treffer machen will", sagte Babbel: "Aber das Team lebt und ist nicht tot. Wir werden wieder aus dieser Situation herauskommen." Zu allem Überfluss für die Berliner sah Hertha-Torhüter Marco Sejna in der Schlussphase wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte (82.).

Überraschungsteam Aue bleibt oben

Aues Fans feuern ihr Team an. (Foto: Thomas Eisenhuth dpa/lsn)

Aues Fans feuern ihr Team an

Unterdessen verteidigte Erzgebirge Aue durch ein 1:1 (0:0) im Aufsteigerduell gegen FC Ingolstadt erfolgreich die Spitze. Im heimischen Stadion rettete Oliver Schröder (86.) Erzgebirge eine Woche nach dem 0:6 im Ost-Duell in Cottbus das Remis. Drei Minuten zuvor hatte Malte Metzelder die Gäste in Führung gebracht.

Fortuna Düsseldorf feierte durch ein 1:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC einen Befreiungsschlag in den unteren Tabellenregionen. Für Düsseldorf stellte Sascha Rösler (8.) früh die Weichen auf Sieg.

Augsburg zerstört Cottbusser Träume

Der Augsburger Nando Rafael (l.) und Roger von Cottbus kämpfen um den Ball. (Foto: Stefan Puchner dpa/lby)

Augsburg überholt Cottbus

Der FC Augsburg hat die Cottbusser Träume von der Tabellenspitze zerplatzen lassen. Die Augsburger verwiesen Energie Cottbus mit einem 4:0-Sieg (2:0) auf den siebten Platz. Drei der vier Tore schoss Nando Rafael. Nach dem spektakulären 6:0-Erfolg im letzten Spiel gegen das Spitzenteam Aue, hatte sich die Mannschaft aus Cottbus eigentlich mehr erhofft. Mit zwei Punkten Rückstand auf den Tabellen-Ersten Aue kann nun Augsburg vom zweiten Rang aus die Cottbusser Träume weiterträumen.

Mit ebenfalls 29 Punkten ist die SpVgg Greuther Fürth den Augsburgern auf den Fersen. Fürth gewann mit 4:1 (1:0) gegen die Kellermannschaft Arminia Bielefeld. Bielefeld kassierte im vierten Spiel unter dem neuen Coach Ewald Lienen die dritte Niederlage. Die Schlappe gegen Fürth hätte Bielefelds Abstiegsängste eigentlich verschlimmern müssen, doch Trainer Lienen fand trotzdem optimistische Worte: "Wir haben eine Spitzenmannschaft wie Greuther Fürth über weite Strecken dominiert. Das gibt uns Mut für die nächsten beiden Spiele."

Im Montagsspiel der 2. Liga (06.12.2010) unterlag der 1. FC Union Berlin dem VfL Bochum mit 0:1 (0:1). Christoph Dabrowski (18.) erzielte den Treffer des Tages. Bundesliga-Absteiger Bochum steht in der Tabelle auf dem neunten Rang, Union Berlin steckt als 15. im Tabellenkeller.

Oberhausen verliert Nerven

Dorthin droht auch Rot-Weiß Oberhausen abzurutschen. Die Oberhausener verloren ihr Freitagsspiel (03.12.2010) gegen Alemannia Aachen mit 1:2 (0:1). Oberhausens Trainer Hans-Günter Bruns hatte für die Pleite seiner Mannschaft eine simple Erklärung: "Wir haben gesehen, dass Aachen Fußball spielen kann und da sind wir nervös geworden." Nervenstark hingegen spielten sich die bis dahin punktgleichen Aachener auf den zehnten Tabellenplatz.

Gestik der Enttäuschung: Duisburgs Stefan Maierhofer und Filip Trojan (Foto:dpa)

Enttäuschung pur bei Trojan und Maierhofer (l.) vom MSV

Nicht die Nerven, dafür aber die Fassung hätte am Freitag (03.12.2010) beinahe Duisburgs Coach Milan Sasic verloren. Nachdem seine Mannschaft mit 3:1 (2:1) gegen den FSV Frankfurt verlor, kritisierte er den Schiedsrichter, der den Duisburgern einen klaren Elfmeter verweigerte: "Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Aber ich muss mich beherrschen, nicht die Leistung des Schiedsrichters zu kommentieren." Durch den Misserfolg verpassten die Duisburger den Sprung an die Tabellenspitze. Besonders bitter: Die erste Heimniederlage bescherten den Duisburgern zwei ehemalige Spieler des MSV. Duisburg rangiert auf Platz zwei und die Frankfurter mischen mit einem Punkt Rückstand auf Duisburg nun plötzlich selbst im Aufstiegsrennen mit.

Paderborn verliert Glaube an Gerechtigkeit

Der VfL Osnabrück und der SC Paderborn treten mit einem 2:2 (0:0) weiter auf der Stelle und verfehlten den erhofften Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Den Osnabrücker Toren gingen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters voraus. Paderborns Trainer Andre Schubert war wütend: "Jede Woche wird einem gesagt, man soll ruhig bleiben, aber da kann man nicht ruhig bleiben. Wenn es mehrere Spiele hintereinander passiert, dass Fehlentscheidungen gegen einen fallen, verliert man schon den Glauben an die Gerechtigkeit."

Autorin: Calle Kops / Laura Döing

Redaktion: Tobias Oelmaier