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Welt

Herber Schlag für Terrornetzwerk Al Kaida

Knapp vier Monate nach der Tötung Osama bin Ladens ist wohl auch der Vize des Terrornetzwerks nicht mehr am Leben. Atiyah Abd al-Rahman soll bei einem US-Angriff in Pakistan getötet worden sein.

Atiyah Abd al-Rahman (Foto: AP)

Atiyah Abd al-Rahman

Der Libyer Atiyah Abd al-Rahman sei bereits am 22. August im pakistanischen Stammesgebiet Waziristan an der Grenze zu Afghanistan ums Leben gekommen, teilte ein ranghoher US-Regierungsbeamter mit. Laut Medienberichten wurde Al-Rahman bei einem Drohnenangriff getötet.

"Nicht leicht zu ersetzen"

Der Libyer habe zum absoluten inneren Zirkel Al Kaidas gezählt. "Seine Kombination aus Hintergrund, Erfahrung und Fähigkeiten waren einzigartig bei Al Kaida. Er wird ohne Frage nicht leicht zu ersetzen sein", heißt es aus Washington.

Bin Laden und Ayman al-Sawahiri (Foto: dpa)

Bin Laden (l.) und Aiman al-Sawahiri

Al-Rahman galt als "Nummer Zwei" nach dem in Ägypten geborenen Chirurgen Aiman al-Sawahiri, der nach dem Tod von Osama bin Laden Chef von Al Kaida wurde. Bin Laden war im Mai von US-Elitesoldaten in einem Haus im pakistanischen Abbottabad aufgespürt und erschossen worden.

Enge Verbindung zu Osama

Nach Darstellung der US-Regierung hatte sich Al-Rahman bereits als Jugendlicher Bin Laden angeschlossen. Sein Alter wird auf Ende 30 geschätzt. Al-Rahman galt als Sprengstoffexperte.

Der Libyer war von Bin Laden zum Iran-Beauftragten bestimmt worden und sollte neue Terroristen rekrutieren. Zusammen mit Bin Laden soll sich Al-Rahman im Herbst 2001 in das schwer zugängliche afghanisch-pakistanische Grenzgebiet zurückgezogen haben.

Nach Informationen des "Wall Street Journal" soll Bin Laden gemeinsam mit Al-Rahman zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September in den USA neue Terrorpläne geschmiedet haben. Es gebe jedoch keinen Beleg dafür, dass das "entstehende Komplott" zur Ausführung gekommen wäre, berichtete das Blatt im Juli.

Autorin: Ursula Kissel (dpa, dapd, afp, rtr)
Redaktion: Christian Walz

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