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Aktuell Europa

Herbe Schlappe für Haider-Erben

Im österreichischen Kärnten ist bei den Landtagswahlen die Partei des verstorbenen Rechtspopulisten Jörg Haider abgewählt worden. Milliardär Stronach kommt aus dem Stand auf fast zehn Prozent.

Die rechte FPK hat im österreichischen Kärnten die Macht verloren. Die politischen Erben von Jörg Haider kamen bei der Landtagswahl nur noch auf 17,11 Prozent und verloren damit mehr als die Hälfte ihrer Stimmen - eine schwere Niederlage für den amtierenden Landeshauptmann von Kärnten, Gerhard Dörfler (Artikelbild Mitte). Gewinnerin ist die sozialdemokratische SPÖ mit rund 37 Prozent.

Kärnten war jahrelang die Hochburg der österreichischen Rechtspopulisten. Von dort kam auch ihre schillernde Führungsfigur Jörg Haider. Er war dort mehrere Jahre Landeshauptmann, bis er 2008 bei einem Autounfall ums Leben kam. Ein Landeshauptmann entspricht dem Amt des deutschen Ministerpräsidenten.

Peter Kaiser im Porträt (Foto: EPA)

Wahlssieger ist der Sozialdemokrat Peter Kaiser

Neue Regierung in Kärnten

Neuer Landeshauptmann in Österreichs südlichstem Bundesland dürfte nun SPÖ-Spitzenkandidat Peter Kaiser werden. "Ich bin glücklich, das Wahlziel ist in allen Belangen erreicht worden", sagte Kaiser in einer ersten Stellungnahme. Er kündigte an, Koalitionsgespräche mit allen Parteien zu führen. Ein Bündnis mit der FPK schloss er aber aus.

Für eine Überraschung sorgte der 80-jährige Milliardär Frank Stronach. Er kam mit seinem neuen "Team Stronach" laut Hochrechnung auf knapp zehn Prozent. Die konservative ÖVP bekam rund 14 Prozent, die Grünen knapp 12 Prozent, das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) erhielt rund sechs Prozent.

Niederösterreich konservativ

Auch in Niederösterreich wurde gewählt. Hier konnte der konservative Landeshauptmann Erwin Pröll seine absolute Mehrheit verteidigen. Er regiert dort bereits seit etwa zwei Jahrzehnten. Laut einer ersten Hochrechnung des ORF kommt er auf 51 Prozent. Die SPÖ kommt auf 21,6 Prozent, die rechte FPÖ auf 8,5 Prozent und die Grünen auf 7,7 Prozent. Frank Stronach holte 9,7 Prozent.

det/as (afp, dpa)

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