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Klimaschutz

Hendricks erwartet von Klimagipfel Signal an Trump

Die Weltklimakonferenz in Bonn soll nach dem Willen von Bundesumweltministerin Hendricks ein "starkes Signal der Einigkeit" senden. Es wird die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es je in Deutschland gab.

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Hendricks unterstreicht Bedeutung des Bonner Umweltgipfels

Umweltministerin Barbara Hendricks (Artikelbild) ruft angesichts der Haltung der US-Regierung die Klimakonferenz in Bonn zu einem Zeichen der Geschlossenheit auf. "Es kommt auf ein starkes Signal der Einigkeit an", sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Es sei bisher gelungen, einen Dominoeffekt zu vermeiden, nachdem US-Präsident Donald Trump den Austritt aus dem Pariser Klimavertrag angekündigt habe. "Es ist ja kein Land dem Beispiel der USA gefolgt", sagte die scheidende Ministerin.

Die Botschaft müsse nun sein sein: "Das Pariser Klimaabkommen ist nicht verhandelbar, und die weltweite politische und wirtschaftliche Dynamik für den Klimaschutz ist inzwischen so stark, dass auch die Trump-Regierung diesen Trend nicht aufhalten kann."

Der Gipfel, der am 6. November startet, wird sich auch auf die Koalitionsverhandlungen in Deutschland auswirken: Deutschland hinkt seinen eigenen Klimazielen hinterher und steht daher unter internationaler Beobachtung. Besonders die Grünen pochen etwa auf einen zügigen Kohleausstieg. Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel wird bei der Konferenz Deutschlands Position klarstellen müssen.

Das Treffen in Bonn wird die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es je in Deutschland gegeben hat. Es werden bis zu 25.000 Teilnehmer erwartet mit rund 500 Nichtregierungsorganisationen und 1000 Journalisten. Die Kosten belaufen sich nach Worten von Hendricks auf 117 Millionen Euro. Die USA werden bei der Konferenz noch vertreten sein. Impulse werden aber nur von Vertretern der US-Bundesstaaten wie Kalifornien erwartet, die sich weiter für den Klimaschutz engagieren wollen.

In Bonn werden Zelte für die UN-Klimakonferenz aufgebaut (picture-alliance/dpa/R. Vennenbernd)

In Bonn werden Zelte für die UN-Klimakonferenz aufgebaut

Im Mittelpunkt der Tagung wird die Weiterentwicklung des Weltklimavertrags von Paris aus dem Jahr 2015 stehen. So sollen Instrumente abgestimmt werden, um die Beiträge einzelner Staaten genauer zu messen und zu kontrollieren. Die Präsidentschaft haben die Fidschi-Inseln inne, die vom Klimawandel und dem dadurch verursachten Anstieg des Meeresspiegels besonders betroffen sind. Deutschland übernimmt die Organisation als technischer Gastgeber. Ziel der Weltgemeinschaft ist es, die Erwärmung der Erde auf unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. 

stu/pg (dpa, rtr)
 

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