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Heizen

Holzscheite knistern im Ofen, wohlige Wärme breitet sich im Raum aus. Weniger romantisch, aber dafür effizienter als ein Kaminfeuer, sind Zentralheizungen. Und wer keine Heizung hat, muss sich eben warme Gedanken machen.

Als Heizperiode wird in unseren etwas kälteren Breitengraden die Zeit des Jahres genannt, während der geheizt werden muss. Vermieter haben dafür zu sorgen, dass in aller Regel ab dem 15. Oktober die Heizung angestellt werden kann und die Versorgung mit Heizenergie gewährleistet ist.

Wohlige Wärme

Das Thema ist deshalb immer aktuell, weil die Preise für Heizöl selten stabil sind. Besonders wenn der Rohölpreis steigt, erhitzt er die Gemüter. Da stellt sich verschärft die Frage, welche Heizungsart, welche Heizenergie ist die preislich günstigste. Die sparsamste.

Eine Anlaufstelle, um die vielen Fragen zu beantworten, sind die Firmen der Heizungsbaubranche. Diese werben nicht selten mit dem Spruch "Werfen Sie ihre alte hinaus".

Ein bisschen Heizungskunde

Gemeint ist damit natürlich die alte Heizung oder besser gesagt die Heizungsanlage. Eine neue soll rein, eine die der Heizkostenverordnung – Bestandteil des Energieeinsparungsgesetzes – nicht nur Rechnung trägt, sondern den allerneusten Stand der Heizungstechnik repräsentiert und somit den optimalen Heizeffekt garantiert. Unter Heizeffekt versteht man den Wirkungsgrad einer Heizanlage, also das Verhältnis der Wärmemenge zur aufgewendeten Energie.

Sollen mehrere Räume eines Gebäudes geheizt werden, empfiehlt sich eine Zentralheizung. Für jeden Raum wird ein Heizkörper benötigt. Will man Platz sparen, kann man auch eine Fußbodenheizung einbauen. Alle – ob Heizkörper oder Fußbodenheizung – sind durch ein Rohrleitungssystem, den Heizungsrohren, untereinander oder miteinander verbunden. Die eigentliche Heizung steht meistens im Keller, manchmal sogar in einem eigenen Raum, dem Heizungskeller. Das Herz jeder Heizungsanlage ist der Heizkessel. Üblicherweise für Gas oder Öl ausgelegt.

Alles hat seinen Preis

Wie! Sie wissen das alles? Nun gut. Dann müssen wir Ihnen über Niedertemperaturheizkessel aus Gusseisen oder Stahl nichts erzählen und welche Auswirkungen ein Schaden an der Nachschaltheizfläche hat, ist auch klar. Dann können wir getrost fortfahren und zumindest gedanklich einen Blick auf jene Röhrchen an den Heizkörpern werfen, die im Allgemeinen als Heizkostenverteiler bezeichnet werden.

Und diese, einem Fieberthermometer ähnlichen Gebilde, sind für Mieter oft genug Anlass für Ärger und Verdruss. Sie werden von Fachfirmen abgelesen und dienen dazu festzustellen, wie viel Heizenergie verbraucht wurde. Auf Basis dieser Ergebnisse wird dann vom Vermieter die Heizkostenabrechnung erstellt. Und dabei kommt es schon mal zu Meinungsverschiedenheiten. Aber immer daran denken: Eine moderne gut funktionierende Heizung ist schon eine feine Sache. Ob Öl- oder Gasheizung, Nachhause kommen und es ist kuschelig warm – wunderbar.

Warme Gedanken machen

Denn, was machen, wenn die Heizung ausfällt? Wohl dem, der dann einen Heizlüfter hat, der nach dem Prinzip "kalte Luft rein, warme raus" funktioniert. Ob Heizlüfter, Heizspirale oder Heizsonne – alle drei sind transportable elektrische Heizgeräte, deren eigentlicher Heizkörper Drähte oder Drahtspiralen sind, die zum Glühen gebracht werden. Eine ganze Wohnung lässt sich mit ihnen nicht heizen, aber man kann sich mit ihnen behelfen und das Frieren in Grenzen halten. Wem es dann auch im Bett noch zu kalt wird, dem ist die Wärmflasche oder das Heizkissen zu empfehlen.

Der gute alte Ofen

Am Anfang allen Heizens aber war der Ofen. Wahrscheinlich waren die ersten Heizöfen eine Weiterentwicklung der Backöfen aus frühgeschichtlicher Zeit. Die waren in die Wände befestigter Hütten eingefügt und wurden von außen befeuert. Niemand weiß, wie es gekommen ist, dass irgendwann von innen eingeheizt wurde und so die abstrahlende Hitze zur Erwärmung des Wohnraums genutzt wurde.

Heizofen und einheizen sind alte Wörter. Im übertragenen Sinn hat einheizen heute die Bedeutung jemandem zuzusetzen, ihn in Bedrängnis, ja Not bringen. Da wären wir bei den Schweißperlen. Dem- oder derjenigen werden dann nämlich sprichwörtlich die Schweißperlen auf der Stirn stehen.

Fragen zum Text

Unter Heizeffekt verseht man …

1. den Wirkungsgrad einer Heizanlage.

2. das Ergebnis der Heizkostenabrechnung.

3. die Effizienz des Niedertemperaturheizkessels.

Sollen mehrere Räume eines Gebäudes geheizt werden, empfiehlt sich eine …

1. Sauna.

2. Zentralheizung.

3. Zentralkühlung.

Einheizen bedeutet im übertragenen Sinne …

1. jemandem in Bedrängnis bringen

2. für jemanden Holz in den Ofen schieben.

3. mit jemandem eine hitzige Diskussion führen

Arbeitsauftrag

Es gibt weltweit verschiedene Arten zu heizen. Beschreiben Sie, wie in Ihrem Heimatland geheizt wird.

Autor: Michael Utz

Redaktion: Beatrice Warken

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