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Fußball

Heimsieg für Manchester

Der Titelverteidiger hat gute Chancen, erneut das Finale zu erreichen. Im Halbfinal-Hinspiel schlägt ManU zu Hause den FC Arsenal verdient mit 1:0. Eine kontrollierte Vorstellung des Teams von Sir Alex Ferguson.

John O' Shea von Manchester United freut sich mit ausgebreiteten Armen über seinen Treffer zum entscheidenden 1:0 gegen Arsenal London (Foto: AP)

Einen Tag vor seinem 28. Geburtstag gelang John O'Shea das entscheidende 1:0

Sir Ferguson oder Monsieur Wenger - das diesjährige Halbfinale ist auch das Duell der beiden Startrainer. Im ersten Aufeinandertreffen hatte der schottische Ritter Ferguson mit seiner Mannschaft die Rolle des Hausherrn. In Old Trafford war Manchester United in der ersten Hälfte klar die spielbestimmende Mannschaft. Das Team hatte mehr Ballbesitz, was sich in der 17. Spielminute erstmals in einer Doppelchance niederschlug. Aber Carlos Tevez scheiterte zweimal an Arsenals Keeper Manuel Almunia.

Der darauffolgende Eckball aber brachte Zählbares: Arsenal konnte nicht klären, aus dem Gewühl im Strafraum knallte John O'Shea den Ball unter die Latte zur Führung für Manchester. Den Londonern war die Verunsicherung danach anzumerken. Arsenal-Coach Wenger erklärte nach der Partie: "Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sich anfangs vom gegnerischen Druck hat beeindrucken lassen." Nach rund einer halben Stunde musste erneut Almunia mit einer Glanzparade einen Kopfball von Cristiano Ronaldo entschärfen. Arsenal war in der ersten Hälfte nur durch einen Schuss von Cesc Fabregas von der Strafraumgrenze annährend so gefährlich.

Arsenal weniger nervös, ManU weniger druckvoll

In den zweiten 45 Minuten verflachte die Partie. Manchester United spielte nicht konsequent nach vorne, um die Führung auszubauen. Arsenal fand nie die richtigen Mittel gegen die ballsicheren und routinierten Gastgeber. Die Mannschaft von Arsène Wenger agierte zu zögerlich, vom schnellen, direkten Passspiel war in keiner Phase etwas zu sehen. Manchester kam ebenfalls nicht mehr direkt vor das Tor, war aber durch Fernschüsse gefährlich.

In der 69. Minute traf Ronaldo aus mehr als 25 Metern die Latte. Drei Minuten später prüfte Michael Carrick Almunia, der den Ball aber parieren konnte. "Wir hätten zwei oder drei Gegentreffer kassieren können", analysierte Wenger, "sind aber mit einem blauen Auge davon gekommen. Ich glaube, wir haben eine gute Chance, zu Hause im Rückspiel noch das Finale zu erreichen."

Chelsea hält Barcas Sturmlauf stand

Didier Drogba vom FC Chelsea schirmt den Ball mit dem Rücken vor dem spanischen Verteidiger Pique ab (Foto: dpa picture Alliance)

Wie hier Didier Drogba (li.), behauptete sich Chelsea mit einer kämpferischen Leistung gegen den FC Barcelona


Im ersten Halbfinale am Dienstag hat sich der FC Chelsea einen leichten Vorteil erarbeitet. Beim FC Barcelona spielten die Engländer 0:0. Taktisch defensiv eingestellt mit kompakten Abwehrreihen erlaubten sie der derzeit wohl besten Mannschaft Europas kaum Tormöglichkeiten. Chelseas Trainer Guus Hiddink lobte dennoch den Gegner: "Barca war sehr gut. Wir haben es nicht geschafft, uns Gelegenheiten herauszuspielen." Die Chancen seiner Mannschaft, das Finale zu erreichen, gab Hiddink trotz des Unentschiedens in der Fremde weiterhin nur mit 50:50 an.

Ins Rückspiel am kommenden Mittwoch geht der FC Chelsea als kleiner Favorit. Zu Hause sind die Londoner in dieser Champions-League-Saison noch ungeschlagen. Allerdings müssen sie offensiv deutlich mehr zeigen als im Hinspiel.

Autor: Jens Krepela
Redaktion: Andreas Ziemons

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