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Reise

Heiligtumsfahrt beendet

125.000 Pilger waren bei der Aachener Heiligtumsfahrt. Jetzt wurden die Heiligtümer wieder verschlossen. Für die nächsten sieben Jahre. Nach altem Ritus ganz auf Nummer sicher.

Russisch-Orthodoxe Messe während der Heiligtumsfahrt in Aachen

Russisch-Orthodoxe Messe während der Heiligtumsfahrt in Aachen

Mit der feierlichen Verschließung der vier Aachener Heiligtümer ist am Montag die große Aachener Wallfahrt, die Heiligtumsfahrt 2014, zu Ende gegangen. Insgesamt 125.000 Pilger hatten nach Angaben des Bistums teilgenommen. Im Mittelpunkt standen das sogenannte Kleid Mariens, die Windeln und das Lendentuch Jesu sowie das Enthauptungstuch Johannes des Täufers. Die Reliquien bleiben bis zur nächsten Wallfahrt in sieben Jahren im Marienschrein im Aachener Dom verschlossen.

Aachener Marienschrein

Ziel vieler Wallfahrer: der Marienschrein im Aachener Dom

Hunderte Menschen nahmen an der Verschließung teil, nachdem bei der letzten Messe am Vorabend der Dom für den Andrang fast zu klein war. Nach altem Brauch wurden die mit Seide umhüllten Reliquien versiegelt und in den Schrein zurück gelegt.

Das beim Öffnen des Schreins zu Beginn der Wallfahrt zerschlagene Schloss wurde durch ein neues ersetzt. Das neue Vorhängeschloss aus Gold mit wertvollen Edelsteinen zeigt die "Himmelsscheibe von Nebra", die bislang älteste Darstellung astronomischer Phänomene. Das Schloss wurde mit Blei ausgegossen und der Schlüssel zersägt. Das Domkapitel erhält den Kopf, die Stadt den Bart.

Die Aachener Heiligtumsfahrt findet seit 1349 mit wenigen Ausnahmen alle sieben Jahre statt. Die antiken Stoffe gehen auf den Frankenherrscher Karl den Großen zurück, der die Tuchreliquien 799 vom Patriarchen von Jerusalem erhalten hatte. Die jetzt zu Ende gegangene Heiligtumsfahrt stand im Zeichen des Karlsjahres zum 1200. Todestag Karls des Großen.

es/fm (dpa)