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Pressemitteilungen

Heidemarie Wieczorek-Zeul: Deutsche Schuld und Kolonialgeschichte im Bewusstsein unseres Landes deutlich machen

Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (SPD) vor Abflug nach Namibia im Interview mit DW-TV

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Reist als erstes Mitglied einer Bundesregierung zu Gedenkfeierlichkeiten nach Namibia: Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, hier auf einer Pressekonferenz,


"Mit dem Gefühl, dass es wichtig ist, auch dieses Kapitel deutscher Schuld und Kolonialgeschichte im eigenen Bewusstsein unserer Volkes, unseres Landes deutlich zu machen", reist Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) heute Abend nach Namibia. Dort will sie an den Gedenkveranstaltungen für Opfer der Verbrechen durch die einstige deutsche Kolonialmacht in Namibia teilnehmen. Wieczorek-Zeul wird am 14. August in Okokarara Gespräche mit Hereros führen: "Ich finde, es kommt darauf an, sich zuzuhören und zu erinnern. Nur daraus kann Versöhnung entstehen."


Die SPD-Politikerin betonte, dass es "eine besondere Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Namibia" gebe, "und zwar gegenüber allen Gruppen, allen Menschen in Namibia". Diese Verantwortung werde "deutlich an der Höhe der Entwicklungshilfe, die wir seit der Unabhängigkeit Namibias dem Land zukommen lassen". Wieczorek-Zeul habe aber auch den Eindruck, "dass es den Hereros insgesamt vor allen Dingen darum geht, dass ein Eingeständnis von Schuld erfolgt und die Wahrheit Wahrheit genannt wird. Ich denke, dass ist das Wichtigste."


Die Bundesregierung unterstütze die namibische Regierung bei der umstrittenen Landreform. Die Regierung in Windhoek wolle "erklärtermaßen nach Recht und Gesetz vorgehen. Dass die Reform notwendig ist, ist ersichtlich." In diesem Zusammenhang sprach Wieczorek-Zeul sich dagegen aus, die Landreform in Namibia mit der in Simbabwe zu vergleichen.

11. August 2004
157/04

  • Datum 11.08.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/5R0d
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