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Wissen & Umwelt

Heidelberger Astronomen entdecken gigantischen kosmischen Kreissaal

Riesige Sternenfabrik im jungen All entdeckt

Orion-Nebel - in einer kleinen Region knapp oberhalb der Bildmitte herrschen ähnliche Bedingungen, wie in der jetzt entdeckten gigantischen Sternenfabrik. Sie ist jedoch zu weit entfernt, als dass man sie auf einem Photo darstellen könnte.

Er ist unvorstellbare 13 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und es sollen dort etwa 1000 Sterne im Jahr geboren werden. Darüber berichten die Forscher vom Max-Planck-Institut für Astronomie in der neusten Ausgabe des britischen Wissenschaftsmagazins "Nature“. Doch was sie entdeckt haben, ist längst vergangen. Denn wegen der riesigen Entfernung stammt das abstrahlende Licht von dort aus einer Zeit, als das Universum noch blutjung war und erst ein Sechzehntel seines heutigen Alters hatte - also nicht einmal eine Milliarde Jahre.

Aber ihre Beobachtungen bestätigen frühere Messungen: Nämlich, dass in den recht jungen Galaxien damals beachtliche Mengen an Sternen entstanden sind. Einfach war das mit dem Beobachten jedoch nicht. Denn trotz ihres gewaltigen Durchmessers von 4000 Lichtjahren erscheint die Sternenfabrik in der weit entfernten Galaxie J1148+5251 am irdischen Firmament nur so groß wie eine Ein-Euro-Münze aus 18 Kilometern Entfernung.

Sterne entstehen, wenn Gas- und Staubwolken unter der eigenen Schwerkraft zusammenstürzen und sich dabei aufheizen. Die dabei entstehende Strahlung treibt die Wolken auseinander und erschwert so die Bildung weiterer Sterne. Daraus ergibt sich eine Obergrenze dafür, wie viele Sterne im Jahr in einer bestimmten Region entstehen können.

dpa/Nature/MPI Heidelberg