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Aktuell Welt

Heftigste Kämpfe in Damaskus seit Beginn des Aufstands

Die syrische Hauptstadt liegt nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten weiter unter heftigem Beschuss. In immer mehr Stadtteilen wird erbittert gekämpft. Die Opposition spricht vom "Schlachtfeld" Damaskus.

Aus der syrischen Hauptstadt werden den zweiten Tag in Folge heftige Gefechte zwischen Aufständischen und Regierungstruppen gemeldet. Die Armee feuere Mörsergranaten auf Viertel, in denen sich Kämpfer der aus Deserteuren zusammengesetzten Freien Syrischen Armee verschanzt hielten, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Kämpfe weiteten sich demnach aus auf die Stadtteile Tadamon, Kafar Susse, Midan und Zahera. Es handele sich um die schwersten Gefechte in Damaskus seit Beginn der Revolte gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011.

"Die Sicherheitskräfte versuchen die Kontrolle über die Viertel zurückzugewinnen, aber sie schaffen es vorerst nicht", sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Der oppositionelle Syrische Nationalrat SNC warf der syrischen Armee vor, Teile der Hauptstadt in ein "Schlachtfeld" verwandelt zu haben. "Die Revolution breitet sich aus und zieht die Schlinge um das Regime enger", sagte ein Sprecher in einer über arabische Satelliten-Sender verbreiteten Stellungnahme.

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Syrien: Regime bestreitet Massaker von Tremseh

Am Sonntag hatte die Assad-Regierung erneut bestritten, in der Ortschaft Tremseh ein Massaker angerichtet zu haben. Es sei kein Angriff de Armee auf Zivilisten gewesen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Damaskus. Es habe sich vielmehr um Kämpfe zwischen der regulären Armee und bewaffneten Gruppen gehandelt. Auch seien nicht 150 Menschen getötet worden, sondern 37 Bewaffnete und zwei Zivilisten.

Russland erhebt schwere Vorwürfe gegen den Westen

Im Bemühen um ein geschlossenes Auftreten der internationalen Gemeinschaft im Syrien-Konflikt reiste UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach Peking, der Sonderbeauftragte Kofi Annan hingegen nach Moskau. Dort machte Außenminister Sergej Lawrow dem Westen noch einmal schwere Vorwürfe.

Einige westliche Länder provozierten Bürgerkrieg in Syrien, indem sie auf Sanktionen des UN-Sicherheitsrats bestünden, sagte Lawrow vor Journalisten. Es sei "unrealistisch", dass der syrische Machthaber Assad gehe, da er die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich habe. Das syrische Volk zahle den Preis für diese Haltung. Kurz vor seinem Treffen mit Annan wies Lawrow Kritik an der Weigerung Russlands und Chinas zurück, Sanktionen gegen das syrische Regime zu verhängen. Moskau unterstütze in dem Konflikt keine Seite...

gmf/sc (APE, dpa, rtre, afp)

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