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Aktuell Europa

Heftige Kämpfe zwischen Armee und Separatisten in der Ostukraine

Die ukrainische Armee setzt ihren Einsatz gegen prorussische Milizen im Osten des Landes unvermindert fort. Bei Luftangriffen wurden mehrere Menschen getötet. Die dort verschleppten OSZE-Beobachter sollen wohlauf sein.

Die Gefechte zwischen der ukrainischen Armee und den moskautreuen Milizen in der Ostukraine halten an. Nahe der Stadt Sewerodonezk bei Luhansk seien "mehrere" Separatisten getötet worden, sagte der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow vor dem Parlament in Kiew.

Luftangriffe der Armee

Die prorussischen Milizen berichteten von schweren Luftangriffen der ukrainischen Streitkräfte mit Kampfflugzeugen und Hubschraubern. Das Dorf Semjonowka nahe der Stadt Slowjansk sei unter Beschuss genommen worden, teilte der Anführer der Aufständischen, Wjatscheslaw Ponomarjow, der Agentur Interfax mit. Es soll mehrere Tote und Verletzte gegeben haben. Die Kämpfer hätten einen Suchoi-Kampfjet vom Typ Su-25 sowie einen Hubschrauber abgeschossen, behauptete Ponomarjow. Auf Slowjansk bewege sich eine ukrainische Panzerkolonne zu. Unabhängige Angaben dazu lagen zunächst nicht vor.

"Heftige Schusswechsel"

Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow teilte mit, in Slowjansk gebe es "sehr heftige Schusswechsel". Er rief die Bevölkerung in den betroffenen Gegenden im Osten der Ukraine dazu auf, sich zu schützen und zu Hause zu bleiben.

In Luhansk blieb es zunächst ruhig, nachdem am Vortag etwa 500 prorussische Kämpfer in einer der bislang größten Offensiven der Separatisten ein Lager ukrainischer Grenzsoldaten am südlichen Stadtrand von Luhansk angegriffen hatten. Dabei waren nach Regierungsangaben mindestens fünf Aufständische getötet und acht Soldaten verletzt worden.

Verschleppte OSZE-Beobachter wohlauf

Den seit Tagen im Osten der Ukraine festgehaltenen Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geht es nach Angaben von OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier gut. "Wir wissen, wo sie sind, sie leben - und es geht ihnen gut", erklärte Zannier. Seine Hauptaufgabe sehe er darin, für die Entführten die "sofortige, bedingungslose Freilassung" zu erreichen.

Zu einer Gruppe von vier OSZE-Beobachtern war der Kontakt am 26. Mai in der Region Donezk abgebrochen. Separatistenführer Wladimir Rogow beschuldigte sie später der
"Spionage". Am 29. Mai verlor die OSZE dann die Verbindung zu einer weiteren Gruppe mit vier Beobachtern und einem ukrainischen Übersetzer in der Nachbarregion Luhansk.

cr/as/se (rtre, dpa, afp)