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Aktuell Asien

Heftige Kämpfe im Nordwesten Pakistans

Pakistan setzt seine Großoffensive im Nordwesten des Landes fort. Tausende Soldaten gehen gegen Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer vor. Für die Regierung in Islamabad ist dies eine Abkehr ihrer bisherigen Politik.

Pakistan hat die Luftangriffe auf Stellungen von Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern im Nordwesten des Landes fortgesetzt. Beim Bombardement zweier staatlicher Schulen westlich von Miranshah seien zehn usbekische Kämpfer getötet worden, die dort Zuflucht gesucht hätten, teilte ein örtlicher Vertreter der Sicherheitskräfte mit. Miranshah ist der Hauptort des Stammesgebiets Nord-Waziristan.

Die halbautonomen Stammesgebiete in der unwegsamen Bergregion an der Grenze zu Afghanistan sind das wichtigste Rückzugsgebiet des Terrornetzwerks Al-Kaida und der radikalislamischen Taliban.

Reaktion auf Taliban-Angriff in Karachi

Die Regierung in Islamabad hatte am Sonntag eine lange erwartete

Großoffensive gegen die Stellungen der Extremisten in der Region gestartet.

Sie erfolgte eine Woche, nachdem die Taliban einen blutigen

Angriff auf den internationalen Flughafen der Küstenmetropole Karachi verübt

hatten, bei dem neben den zehn Angreifern 28 Menschen getötet worden waren.

Die USA haben seit langem gefordert, dass Pakistan militärisch gegen die Extremisten in den Stammesgebieten vorgeht, die von dort auch immer wieder Angriffe auf die internationalen Truppen in Afghanistan verüben.

Bis zu 30.000 Soldaten im Einsatz

Ein Armeevertreter erklärte in Miranshah, an dem Einsatz namens "Operation Zarb-e-Azb" seien 25.000 bis 30.000 Soldaten beteiligt. Wie lange er dauere, sei unklar. Verteidigungsminister Khawaja Asif hatte zuvor gesagt, die Zeit des Dialogs sei vorbei, die Nation könne nicht länger "Angriffe auf unschuldige Pakistaner" tolerieren. Die Operation werde andauern, "bis sich der Feind ergibt oder eliminiert ist".

Die Taliban forderte unterdessen alle ausländischen Organisationen, das Land zu verlassen: Alle Investoren, Fluggesellschaften und multinationale Konzerne sollten Vorbereitungen treffen, aus Pakistan auszureisen. Ansonsten müssten sie mit Anschlägen oder Gewalttaten rechnen, hieß es einer Erklärung des Taliban-Sprechers Shahidullah Shahid.

mm/as (afp, ap, dpa)

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