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Bundesliga

Hecking in Gladbach vorgestellt

Gut gelaunt und voller Tatendrang tritt Dieter Hecking seine neue Aufgabe bei Borussia Mönchengladbach an. Im Trainingslager in Spanien will er die Mannschaft kennenlernen. Ein Neuzugang ist dann auch mit dabei.

Die Tabellensituation ist unbefriedigend, entsprechend hoch sind die Erwartungen an den neuen Mann. Dieter Hecking soll Borussia Mönchengladbach wieder zurück in die Erfolgsspur führen. Derzeit ist der Champions-League-Teilnehmer nur 14. und liegt bereits elf Punkte hinter den Europa-Pokal-Plätzen. In den vergangenen zehn Pflichtspielen gelang den Gladbachern nur ein einziger Sieg. Das soll unter Hecking wieder besser werden. Der 52-Jährige wurde, nachdem er seit dem 22. Dezember als Nachfolger André Schuberts feststeht, vor dem Trainingsauftakt der Borussen offiziell vorgestellt.

"Ich bin sehr froh, dass ich diese Aufgabe bei der Borussia übernehmen darf", sagte Hecking bei seiner ersten Pressekonferenz. "Die Gespräche waren sehr vertrauensvoll und offen. Ich war bereits im Vorfeld der letzten beiden Bundesliga-Spiele involviert - mit aller Offenheit gegenüber André Schubert."

Sportdirektor Max Eberl unterstrich noch einmal, warum der Klub die sportlichen Geschicke in die Hände des als bodenständig geltenden Hecking legt. "Dieter Hecking kennt die Situation, in der wir uns befinden, sehr gut", sagte Eberl, bei dem noch nicht klar ist, ob er länger in Mönchengladbach bleibt oder im Sommer als Nachfolger Matthias Sammers zum FC Bayern wechselt. "Er kann Erfolg, er kann mit jungen Spielern arbeiten, und er passt sehr gut zu Borussia Mönchengladbach."

Hinten mit Viererkette, weniger Experimente

Hecking reist mit seiner neuen Mannschaft am 6. Januar zu einem fünftägigen Trainingslager nach Marbella. Dort möchte er sich zunächst ein eigenes Bild von seiner neuen Mannschaft machen. "Ich muss jetzt erstmal in Kontakt mit den Spielern kommen. Die Vorbereitungszeit ist kurz, deshalb muss die Gruppe schnell zusammenwachsen. Aber Qualität hat die Mannschaft, und die gilt es wieder herauszuarbeiten."

Mit welchem System er spielen lassen wird, wollte Hecking noch nicht verraten. Vielmehr wolle er gemeinsam mit der Mannschaft erarbeiten, welche Taktik am besten passe. Allerdings ist zu erwarten, dass Hecking - anders als sein Vorgänger Schubert, der gerne mit einer Dreierkette verteidigen ließ und oft während des Spiels die taktische Formation änderte - in der Defensive wieder auf eine Viererkette setzen wird und an einer Grundordnung festhält.

Kolodziejczak verpflichtet

Timothee Kolodziejczak (picture-alliance/BPI)

Timothee Kolodziejczak soll die Borussen-Abwehr verstärken

Hecking darf in Spanien bereits mit einem Neuzugang für die Abwehr arbeiten. Der Transfer von Thimothee Kolodziejczak, genannt Kolo, vom FC Sevilla ist perfekt. Der 25-jährige Franzose absolvierte zeitgleich zur Pressekonferenz in Mönchengladbach den Medizincheck und unterschrieb anschließend einen Vertrag bis Mitte 2021. Weitere Spieler könnten folgen. So wird beispielsweise Nuri Sahin von Borussia Dortmund als mögliche Verstärkung genannt.

Hecking, der in den 1980er Jahren bereits als Spieler für Mönchengladbach aktiv war, hatte bis Oktober noch für den VfL Wolfsburg gearbeitet. Zuvor war er in der Bundesliga außerdem für den 1. FC Nürnberg, Hannover 96 und Alemannia Aachen tätig. Bei allen Trainerstationen wurde Hecking von seinem Co-Trainer Dirk Bremser unterstützt - das ist auch in Mönchengladbach wieder der Fall.

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