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Aktuell Wirtschaft

Hauptstadtflughafen: Wowereit spricht Mehdorn Vertrauen aus

Bei ihrem Krisentreffen überwinden BER-Chef Mehdorn und der Aufsichtsrat ihre Streitigkeiten der vergangenen Tage. Die Vertreter von Bund, Berlin und Brandenburg drängen auf rasche Fertigstellung des Flughafens.

Nach tagelangen offenen Konflikten haben sich Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit und das Bundesverkehrsministerium hinter den Geschäftsführer des Hauptstadtflughafens gestellt: "Herr Mehdorn hat unser Vertrauen", sagte Wowereit nach einem Krisentreffen in Berlin. Das Verkehrsministerium äußerte sich ähnlich, bekräftigte aber zugleich seine Forderung nach einem Gesamtplan für die Zukunft der Großbaustelle.

In den vergangenen Tagen hatte es mehrfach Meldungen über eine mögliche weitere Verschiebung des Eröffnungstermins des zukünftigen Hauptstadtflughafens gegeben. Am Donnerstag (27.02.2014) war es zudem zu einem Streit zwischen Hartmut Mehdorn und dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Dieter Woidke, der wie Wowereit im Aufsichtsrat des Flughafens BER sitzt, gekommen: Mehdorn hatte den Behörden in Brandenburg vorgeworfen, das Projekt mit kurzfristigen neuen Vorgaben weiter zu verzögern. Woidke hatte gefordert, vor der geplanten Sanierung der nördlichen Rollbahn für mehr Schallschutz bei den Anwohnern zu sorgen.

Eröffnungstermin weiter unklar

Hartmut Mehdorn Foto: dpa

Der umstrittene BER-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn

Die "Dissonanzen" der letzten Tage seien "erörtert worden", sagte Wowereit nach dem Treffen in Berlin. "Alle haben das gemeinsame Ziel, den Flughafen so schnell wie möglich fertig zu stellen." Spekulationen zum Eröffnungstermin des Flughafens wies Berlins Bürgermeister zurück. Zuletzt hatte es mehrfach Meldungen über eine mögliche weitere Verschiebung gegeben. Flughafenchef Mehdorn hatte in einem Brief an die Brandenburger Landesregierung gedroht, dass es 2016 werden könnte, bis zum ersten Mal Flugzeuge vom BER abheben.

Ursprünglich hätte der Hauptstadt-Flughafen im Juni 2012 in Betrieb gehen sollen. Die Baukosten belaufen sich mittlerweile auf mehr als 4,7 Milliarden Euro. Da die Ausgaben für den Schallschutz deutlich höher ausfallen könnten als gedacht, steht inzwischen die Summe von bis zu sieben Milliarden Euro im Raum.

hmf/uh (afp, dpa)