1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Hat Warner Erdbebenhilfe unterschlagen?

Neue Vorwürfe gegen Ex-FIFA-Funktionär Jack Warner. Der ehemalige FIFA-Vizepräsident soll nach dem Erdbeben in Haiti Hilfsgelder in Höhe von mehreren hunderttausend US-Dollar auf eigene Konten abgezweigt haben.

Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Jack Warner steht nach Informationen der BBC im Verdacht, Hilfsgelder für Opfer des Erdbebens in Haiti zur Seite geschafft zu haben. Die US-Ermittler untersuchen laut Informationen des Senders eine Hilfszahlung von insgesamt 750.000 US-Dollar, die vom Weltverband sowie dem südkoreanischen Fußball-Verband über Warner an das 2010 von einem schweren Erdbeben gezeichnete Haiti gehen sollte - dort aber nie ankam. Bei dem Erdbeben waren mehrere hunderttausend Menschen getötet worden.

Das Geld sei nach Ansicht der US-Behörden auf von Warner "kontrollierte" Konten geflossen und dann für "persönliche Zwecke" verwendet worden. Warner war bis 2011 Chef des Fußballverbandes für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF) und FIFA-Vizepräsident. Er ist Bürger des karibischen Inselstaates Trinidad und Tobago. Die US-Behörden haben einen Auslieferungsantrag für Warner gestellt, der in seiner Heimat nach Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 2,5 Millionen Dollar auf freiem Fuß ist.

Die US-Justiz beschuldigt Warner der Korruption, Verschwörung sowie des organisierten Verbrechens. Warner hat alle Anschuldigungen zurückgewiesen. Vorwürfe wegen des möglichen Missbrauchs der Spendengelder für Haiti waren nach Angaben der britischen Tageszeitung "Guardian" schon 2012 laut geworden. Damals hatte der Verband von Trinidad und Tobago geklagt, dass das für Haiti vorgesehene Geld auf ein von Warner kontrolliertes Konto geflossen sei.

Warner hatte die Vorwürfe damals abgetan. "Ich haben niemanden irgendwas zu beantworten. Wer Vorwürfe machen will, der macht Vorwürfe", hatte er gesagt. Die FIFA stellte laut "Guardian" Zahlungen an den Verband von Trinidad und Tobago ein.

asz/jhr (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt