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Aktuell Amerika

Hastert plädiert auf nicht schuldig

Einst war er einer der mächtigsten Männer der USA, nun muss sich Dennis Hastert vor Gericht verantworten. Er habe ein Opfer sexueller Belästigung zum Schweigen bringen wollen - mit viel Geld, heißt es.

Der prominente US-Republikaner Dennis Hastert ist angeklagt, weil er Barabhebungen in Millionenhöhe verschleiert und in diesem Zusammenhang FBI-Ermittler belogen haben soll. Die US-Bundespolizei hatte 2013 eine Untersuchung der verdächtigen Kontobewegungen eingeleitet.

3,5 Millionen $ für "zurückliegendes Fehlverhalten"?

Angeblich handelte es sich dabei um Schweigegeld für einen Mann, den Hastert vor mehr als drei Jahrzehnten als damaliger Wrestling-Trainer an einer High School im Bundesstaat Illinois sexuell missbraucht haben soll. An der Schule hatte er vor seiner politischen Karriere bis 1981 als Lehrer gearbeitet. Die Anklage enthält keine Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens gegen Hastert. Dafür gebe es zu wenig Beweise, so die Behörden.

Bei seinem ersten Erscheinen vor Gericht in Chicago erklärte sich Hastert für nicht schuldig. Der 73-Jährige habe seinen Pass abgeben müssen und dürfe das Land nicht verlassen, berichtet die "Chicago Tribune".

Als Vorsitzender des Repräsentantenhauses von 1999 bis 2007 war Hastert formal der drittmächtigste Politiker in den USA - nach Präsident und Vizepräsident. Nach seinem Ausscheiden aus dem Kongress arbeitete er als hochbezahlter Lobbyist.

wa/kle (afp, dpa)