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Wort der Woche

Hartzen

Mit Baumwachs hat das Wort nichts zu tun, aber mit einem ehemaligen Automobil-Manager. Er hat dafür gesorgt, dass Menschen in Deutschland hartzen.

2002 forderte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, dass die Arbeitslosenzahl um die Hälfte sinken muss. Eine Kommission unter der Leitung von Peter Hartz wurde gegründet, um Vorschläge zu machen. Hartz war damals unter anderem Manager beim Autohersteller VW. Die Kommission beschloss, dass es einen Anreiz für Arbeitslose geben müsse, auch schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen. Arbeitslose erhielten in Deutschland eine begrenzte Zeit Arbeitslosengeld, dann Arbeitslosenhilfe. Alle diejenigen, die keinen Anspruch darauf hatten, bekamen unter bestimmten Voraussetzungen Sozialhilfe. Das ist Geld, mit dem zum Beispiel Wohnung, Kleidung und Nahrung vom Staat bezahlt werden. Arbeitslosen- und Sozialhilfe wurden nun zum sogenannten „Arbeitslosengeld II“ zusammengefasst. Im Volksmund spricht man aber von „Hartz IV“. Benannt ist es nach dem vierten Teil des neuen Gesetzes, das von der Hartz-Kommission entwickelt wurde. Das neue Unterstützungsgeld ist noch niedriger als die ehemalige Sozialhilfe. Wer hartzt, der ist schon länger arbeitslos oder kann von seinem Gehalt allein nicht leben. Die Arbeitslosenzahl hat sich übrigens nicht halbiert; viele Menschen hartzen immer noch.

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