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Doping

Harting für Rücktritt von IOC-Chef Bach

Wegen dessen Rolle im russischen Dopingskandal fordert Diskus-Olympiasieger Christoph Harting IOC-Präsident Thomas Bach zum Rücktritt auf. Der Olympische Gedanke habe im letzten Jahr an Glaubwürdigkeit verloren.

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting hat IOC-Präsident Thomas Bach wegen dessen Rolle im russischen Dopingskandal zum Rücktritt aufgefordert. "Thomas Bach sollte zurücktreten, damit das IOC wieder ein Gesicht bekommt, das für sauberen Sport und konsequentes Handeln steht. Der olympische Gedanke hat im vergangenen Jahr großen Schaden genommen und an Glanz und Glaubwürdigkeit verloren", sagte der 26-Jährige im Interview mit der "Berliner Morgenpost"."Es braucht nun Reformen, die transparent, nachvollziehbar, konsequent und nachhaltig sind. Ansonsten sehe ich Olympia bis 2040 langsam sterben", sagte Harting.

IAAF verlängert Suspendierung Russlands

Zudem sprach er sich gegen einen Start Russlands bei der Leichtathletik-WM in London (5. bis 13. August) aus. "Es kann nicht sein, dass dem dortigen Verband klare Auflagen gemacht werden und dieser sich dann überhaupt nicht daran hält", sagte Harting. Am Montag hatte der Weltverband IAAF die Suspendierung des russischen Verbandes verlängert. Eine WM-Teilnahme der Russen ist damit sehr unwahrscheinlich.

CAS in Lausanne (picture-alliance/dpa/Frank May)

Der internationale Sportgerichtshof in Lausanne, Schweiz

Nach Harting sollten vorsätzliche Doper mit lebenslangen Sperren bestraft werden, benachteiligten Sportler sollten zudem vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS die Möglichkeit erhalten, Schadenersatzklagen einreichen zu können. "Ich würde allerdings all jenen eine zweite Chance geben, die nachweislich fahrlässig ohne ihr Wissen und ungewollt positiv getestet wurden, zum Beispiel aufgrund verunreinigter Nahrungsmittel. Man muss es differenziert betrachten", betonte der 26-Jährige OIympiasieger von 2016.

Hohe Ziele für die Zukunft

Sportlich setzt sich Harting trotz seiner Goldmedaille weiter hohe Ziele. "Ich will so gut werden, wie noch keiner war. Ich will eine Weite hinterlassen, welche für die Ewigkeit bestehen wird", sagte er. Die von ihm in der Vergangenheit genannte Weite von 80 Metern sei dabei in erster Linie Motivation. "Es ist ein Ziel, das weit genug entfernt liegt, dass man sich nicht vorschnell zufrieden gibt - das aber trotzdem nicht unerreichbar ist. Wenn es nur mit unlauteren Mitteln erreichbar ist, dann werde ich nie so weit werfen."

mf/asz (sid)

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