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Kultur

Harald Juhnke, der Alkohol und die Exzesse

Juhnkes Gesundheitszustand gab in den vergangenen Jahren immer wieder Anlass zu Spekulationen. Allein der Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre zeigt, wie sehr er besonders mit seinem Alkoholkonsum zu kämpfen hatte.

6. Januar 1996: Frühmorgens verlässt Juhnke seine Villa im Berliner Grunewald und trinkt sich durch Berlin. Er schlägt eine Reporterin. Der Star muss wegen seiner Sucht wieder ärztlich behandelt werden.

12. Januar 1997: Nach einem Zechgelage mit Deutschrocker Udo Lindenberg lässt Juhnke eine Talk-Show in einem Theater bei Hamburg platzen.

9. Februar 1997: In einem Hotel in Hollywood soll der betrunkene Entertainer einen Wachmann mit den Worten beleidigt haben: "Du dreckiger Nigger, bei Hitler wäre so etwas vergast worden." Eine Amerikanerin stellt Medienberichten zufolge Strafanzeige, weil Juhnke sie körperlich angegriffen habe. Der NDR kündigt die Zusammenarbeit mit Juhnke bis auf weiteres auf. Politiker fordern ein generelles Fernsehverbot für den Entertainer. Juhnke entschuldigt sich.

21. August 1997: Juhnke betrinkt sich tagelang nach einer erfolgreichen Aufführungsserie im Berliner Maxim-Gorki-Theater von Carl Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick" und muss in einer Klinik auf der Intensivstation in einen Heilschlaf versetzt werden.

3. Dezember 1997: Juhnke meldet sich nach seiner bisher längsten Zwangspause in seiner Karriere und nach der Rückkehr aus einer psychiatrischen Klinik in der Schweiz wieder in der Öffentlichkeit zurück.

10. Juni 1999: Juhnke feiert in Berlin seinen 70. Geburtstag und beteuert, vom Alkohol befreit zu sein.

11. Juli 2000: Nach TV-Dreharbeiten in Baden bei Wien betrinkt sich Juhnke wieder und muss in eine Klinik in Basel gebracht werden. Sein Manager sagt alle Termine ab. Juhnke tritt nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.

Dezember 2000: Juhnke wird in einem Berliner Krankenhaus wegen Herzrhythmusstörungen behandelt.

10. Januar 2001: Der Entertainer wird aus dem Krankenhaus entlassen und tritt eine Kur an.

März 2001: Juhnke muss seine Rehabilitationskur wegen schwerer Herzstörungen abbrechen. Er wird in einer Berliner Klinik behandelt.

Mai 2001: Der Schauspieler kann nach Hause zurückkehren. Nach seinen langen Klinikaufenthalten sei er "noch ein bisschen schwach auf den Beinen", sagt er. Seine Fans beruhigt er: "Macht euch keine Sorgen um mich!"

November 2001: Der 72-Jährige wird erneut in eine Berliner Klinik gebracht und auf der psychosomatischen Station der Neurologie behandelt.

11. Dezember 2001: Juhnkes Manager Peter Wolf gibt bekannt, dass der Entertainer nie wieder als Schauspieler aktiv werden wird und jetzt in einem Pflegeheim für Demenzkranke bei Berlin lebt.