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Aktuell Kultur

Hansjürgen Pohland gestorben

Der Filmregisseur gehörte zu den Unterzeichnern des berühmten Oberhausener Manifests. Jetzt starb er im Alter von 79 Jahren in der Nähe von Cannes.

In den 1960er Jahren war Pohland ein bekannter Name im deutschen Film. Der gebürtige Berliner unterzeichnete im Februar 1962 gemeinsam mit 25 anderen Filmschaffenden (unser Foto) das legendäre "Oberhausener Manifest". In diesem Text distanzierten sich die Unterzeichner, Regisseure, Produzenten und Schauspieler, vom althergebrachten deutschen Kino. Sie forderten neue Förder-Strukturen und künstlerische Anstrengungen.

Grass-Verfilmung "Katz und Maus"

Pohland war Ende der 1950er Jahre mit Kurzfilmen bekannt geworden. Er wurde auf Festivals eingeladen und seine Werke erhielten Preise. 1961 feierte er mit dem Film "Tobby" sein Spielfilmdebüt. Als Produzent wurde er in den folgenden Jahren zu einer Schlüsselfiguren den "Neuen Deutschen Films". Seinen größten Erfolg konnte Pohland im Jahre 1966 feiern, als er die Verfilmung der Günter Grass-Novelle "Katz und Maus" auf die Leinwand brachte.

Tod beim Baden

An diesen künstlerischen und kommerziellen Erfolg konnte Hansjürgen Pohland in späteren Jahren nicht mehr anknüpfen. Er realisierte nur noch wenige Filme und konzentrierte sich auf die Produktion. Pohland starb jetzt unweit der südfranzösischen Stadt Cannes, wo derzeit die Filmfestspiele stattfinden, beim Baden.

jk/sc. (Welt, Filmportal)