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Hamburgerisch

Hanseatische Lebensart

Zwischen Alster und Elbe verheißen Namen Weltstadt-Flair: Blankenese, Große Freiheit, St. Pauli und Fischmarkt. Eine Stadt so vielfältig wie ihre Bewohner – von maritimen Wohnvierteln bis zu Kneipenmeilen.

Hamburg ist ’ne feine Stadt. Verschwenderisch ausgestattet mit weitläufigen Parks, lauen und stürmischen Gewässern wie Alster und Elbe, beschaulichen Wassergräben – die hier Fleet heißen – ansehnlichen Fassaden aus des Kaufmanns Ära, mit Wandelhallen für Flaneure.

Eine Stadt des dezenten Luxus. Man kann sagen eine Stadt mit Flair. Hamburg rückt Italien immer näher. Wie ein schmuckes Riviera-Städtchen klebt der Stadtteil Blankenese an der Elbe. Da, wo die feinen Leute leben.

Spaziergänger mit blühenden Osterglocken

Alles im Fluss
Blankenese hat sich vom Piratennest zum begehrtesten Wohnviertel gemausert. Hier wirkt und wohnt Hamburgs Geldadel. Maritime Weltläufigkeit bestimmt die Nachbarschaft. Eine Perlenkette herrschaftlicher Villen, durch deren Wohnzimmerfenster eine salzige Brise weht, säumt das Elbufer.

Die Elbe, das Tor zwischen Hamburg und dem Rest der Welt, gibt sich oftmals ozeanisch. Wetter und Wolken wechseln stündlich. Haushohe Containerschiffe schaukeln blau, gelb, rot in Richtung Hafen.


Wo kommste her – wo gehste hin?
Doch gehört man nicht einfach so dazu zur Hansestadt. Will man ein waschechter Hamburger sein, müssen mindestens die Eltern und auch Großeltern hier zwischen Elbe und Alster geboren worden sein. Alle anderen werden nur Quiddjes genannt – die Zugereisten. Und selbst unter den echten Hamburgern gibt es wiederum wahre Perlen, das sind die Sankt Paulianer.

Waffenverbotsschild auf der Reeperbahn

Tummelplatz für Nachtschwärmer

"St. Pauli – das ist ein ganz dolles Gefühl. Ein Mann, ein Wort, so ist das." Große Freiheit, Kleine Freiheit – Straßenzüge deren Namen alle Verheißungen dieser Erde in sich tragen. Und gleich um die Ecke lauert die Reeperbahn. 600 Meter lang und vollgepackt mit Imbissbuden, Bars und Bordellen.

Nachts ist hier am meisten los. Auf Knopfdruck tummeln sich Trickdiebe, Betrunkene, Freier und Zuhälter. Die Reeperbahn setzt auf Unterhaltung jeglicher Art. Doch die Reeperbahn hat noch eine Schokoladenseite. Die bessere, südliche Hälfte mit dem alten 'Operettenhaus', 'Schmidt’s Tivoli' und dem 'St. Pauli-Theater', hat der Stadt ein Feuerwerk an Kleinkunst und Volkstheater beschert.

Dass die Reeperbahn nicht aus dem Ruder läuft, dafür sorgt das Polizeirevier 'Davidwache'. Ein geradezu mythischer Ort und Deutschlands bekannteste Gendarmerie. Viele Beamte tragen Zivil. Man setzt auf die Politik der ausgestreckten Hand.

Der Hamburger Fischverkäufer Ahle Dieter

Fisch und Brötchen
Nachtschwärmer mit Stehvermögen stranden sonntags im Morgengrauen an den Theken des Fischmarktes. Dieser lockt Kunden aus Hongkong und Shanghai – sagt man. Auf blanken Eisblöcken glotzen Fischaugen durch die Auslagen. Aale-Dieter oder Fiete werfen mit heiserer Stimme Kabeljau und Flundern unters Volk.

Aber auf dem Fischmarkt ist noch mehr zu haben als nur Fisch: Gummibäume, Hühner, Meerschweinchen ... All das gehört zu Hamburg, der Stadt an der Alster, die so vielseitig ist wie ihr Fischmarkt.

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