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Presse

Hans-Dietrich Genscher: "Europa hat eine Mission"

Berlin - "Europa hat eine Mission: die Welt davon zu überzeugen, dass man aus der Geschichte lernen und durch Zusammenarbeit viel erreichen kann". Das sagte Genscher vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls im DW-Interview.

Der ehemalige deutsche Außenminister

Der ehemalige Bundesaußenminister

Auf Einladung der Deutschen Welle nahm der frühere Bundesaußenminister auch an einer Diskussionsrunde zum gleichen Thema in Washington D.C. teil.

Genscher bezeichnete im deutschen Auslandsfernsehen DW-TV die Unterstützung der Alliierten im Herbst 1989 als „überwältigend“. Die bundesdeutsche Bevölkerung habe hinter dieser Integration gestanden „und die Ostpolitik war im Osten mindestens genauso willkommen wie bei der Mehrheit hier im Westen“.

Deutsch-amerikanische Diskussion

Auf Einladung der Deutschen Welle diskutierte Genscher am 2. November in Washington mit dem früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, und dem ehemaligen US-Sicherheitsberater Brent Scowcroft. Thema: „The Fall of the Wall: From German Unification to a New World Order?” Die Gesprächsrunde ist zugleich der dritte und letzte Teil einer DW-TV-Serie zum Mauerfall. Sie wird am Freitag, 6. November, um 0 Uhr (UTC) ausgestrahlt.

Momper erinnerte daran, wie sich die Ereignisse im November 1989 überstürzten. „Es war mit Ost-Berlin vereinbart, dass Politbüro-Mitglied Günter Schabowski West-Berlin rechtzeitig über entscheidende Ereignisse informieren würde“, so Momper. Die Bekanntgabe der Reisefreiheit habe ihn dann aber überrascht.
Zur damaligen Position der USA sagte Scowcroft, Bundeskanzler Helmut Kohl habe dem US-Präsidenten im Dezember 1989 einen Plan zur Wiedervereinigung vorgelegt. Bush habe dem mit den Worten: „Go for it“ zugestimmt.