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Bundesliga

Hannovers Matchwinner heißt Füllkrug

Drei Tore in einem Spiel können einem Stürmer schon einmal ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Wenn Niclas Füllkrug - wie jetzt gegen Mainz 05 - so Grund zum Grinsen hat, schmunzeln Fans nicht nur wegen seiner Tore.

Rechts neben den oberen Schneidezähnen ist sie. Wäre er Schauspieler, Niclas Füllkrug könnte es mit diesem Lächeln locker mit Jürgen Vogel aufnehmen, der ja auch Mut zur Zahnlücke hat. Als er für Werder Bremen spielte, haben sie den Stürmer deshalb "Lücke" gerufen, wie der 24-Jährige bei der Bild-Zeitung einmal zu Protokoll gab.

Als Hannovers Trainer Andre Breitenreiter am Samstagabend nach dem Spiel gegen den FSV Mainz 05 über seinen - wenigstens an diesem Tag - Lieblingsspieler sprach, benutzte er einen anderen Spitznamen: "Fülle"! Breitenreiter war überaus guter Dinge: "Fülle konnte heute machen, was er wollte - ihm ist alles gelungen".  Dabei war Hannover 96 an diesem Nachmittag nicht einmal als klarer Favorit gegen die Mainzer aufgelaufen. Denn die Gäste hätten eigentlich unbedingt punkten müssen.

Nigel de Jong brachte nicht viel zustande

Doch Niclas Füllkrug, dem ja "alles gelang", machte die Mainzer Hoffnungen praktisch im Alleingang zunichte. Er erzielte den ersten Treffer der Hannoveraner, als die Gegner gerade 0:2 in Führung lagen. Er erzielte den letzten Treffer zum 3:2-Sieg, als bei den nun im Abstiegskampf steckenden Mainzern das Licht ausging. Und Füllkrug nahm sich auch den Ball zum Elfmeter in der 38. Minute - und traf! Den Elfmeter übrigens hatte der Spieler verursacht, den eigentlich alle für den Mann des Nachmittags gehalten hatten. Doch Fehlanzeige: Nigel de Jong, niederländischer Vize-Weltmeister von 2010 im Mainzer-Trikot, brachte nicht viel zustande.

Nicht alle trauten ihm das zu

Dafür jedoch "Fülle". Mit acht Treffern ist er nun der drittbeste deutsche Torjäger in der Bundesliga. Nur Kevin Volland von Bayer Leverkusen und Mark Uth von Hoffenheim trafen häufiger. Für seinen Trainer ist das keine Selbstverständlichkeit. "Er hat dafür hart gearbeitet. Er erntet gerade die Früchte", sagte Coach Breitenreiter. Längst nicht alle hätten seinem Mann mit der Rückennummer 24 "die Bundesliga zugetraut". Doch jetzt suche er "genau die Räume, in die er stoßen muss." 

Niclas Füllkrug stellte grinsend und ironisch nach der Partie fest: "Das waren drei wichtige Tore." Breitenreiter gab zu Protokoll, dass sein Dreifachschütze am Sonntag freimachen könne. Wo er nun feiern würde, wurde Füllkrug gefragt und der gebürtige Hannoveraner gab sich ahnungslos. "Was gibt es denn hier?" Konkreter wurde er im bezug auf eine "Belohnung". Neben einem Bierchen werde er sich ein paar Schuhe gönnen - für sich und nicht für Ehefrau Lisa. In einem Interview hatte Füllkrug zu Protokoll gegeben, dass er seine Gattin im Stadtteil Hannover-Ricklingen kennengelernt hat. In der Grundschule, als die Milchzähne sich verabschiedeten, mit besagten Spätfolgen. "Sie hat mich quasi so lieben gelernt. Da habe ich gedacht: 'Okay, mich stört's auch nicht.'"

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