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Fußball

Hannover trotz Niederlage vorzeitig weiter

Hannover 96 hat in Lüttich zwar die erste Niederlage in dieser Europacup-Saison kassiert, ist aber trotzdem in der Zwischenrunde. Dahin will auch Schalke 04, das gegen Bukarest alles klar machen kann.

William Vainqueur und Hannovers Christian Pander im Zweikampf. (Foto: Federico Gambarini dpa)

"Wir wollen Erster werden", hatte Hannovers Trainer Mirko Slomka selbstbewusst angekündigt. Doch daraus wurde nichts: Hannover 96 hat das entscheidende Spiel um den Gruppensieg bei Standard Lüttich verloren. Der belgische Pokalsieger fuhr den achten Sieg im neunten Heimspiel der Saison ein und schlug den deutschen Bundesligisten verdient mit 2:0 (1:0). Damit steht Lüttich vorzeitig als Gruppensieger fest, der in der K.o.-Runde auf einen vermeintlich leichteren Gegner trifft und das entscheidende Rückspiel im eigenen Stadion austragen kann. Dennoch hatten die 96er Grund zur Freude: Weil das Parallelspiel der Gruppe zwischen dem Tabellen-Letzten Worskla Poltawa und dem FC Kopenhagen unentschieden 1:1 (1:1) endete, kann Hannover nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz verdrängt werden und steht somit in der Zwischenrunde. "Es wird ein bisschen dauern, bis wir uns darüber freuen können", sagte Slomka.

Schwacher Auftritt der Niedersachsen

Mohammed Meme Tchite feiert seinen Treffer. (Foto: EPA/MICHEL KRAKOWSKI Belgium Out)

Freuen durften sich nur die Belgier: Mohammed Meme Tchite (r.) feiert seinen Treffer.

Vor 19.000 Zuschauern im Maurice-Defrasne-Stadion hatte die Mannschaft von Mirko Slomka nicht viel zu bieten. Es fehlten Präzision, Übersicht und absoluter Siegeswille. Zudem erarbeiteten sich die Gäste kaum Tormöglichkeiten. Mohammed Tchite (25. Minute) nach einer Ecke und Gohi Bi Cyriac (58.) nach einem Konter erzielten die entscheidenden Treffer für die Belgier und profitierten dabei von individuellen Fehlern. Es war der schwächste Europa-League-Auftritt der Niedersachsen. Dennoch ist das Erreichen der Zwischenrunde in der Europa League der bisher größte internationale Erfolg der Vereinsgeschichte. "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht gut Fußball gespielt", bilanzierte Hannovers Kapitän Steven Cherundolo, der zugab, in der ersten Runde viel gelernt zu haben. "Alles, was jetzt kommt, ist Bonus." Kurz und knapp äußerte sich Klubchef Martin Kind: "Weiterzukommen ist gut, das Spiel heute war nicht gut." Eine Chance vor der Winterpause gibt es noch, den Klubchef wieder zu besänftigen: Am letzten Spieltag der Gruppenphase erwartet Hannover am 15. Dezember die Mannschaft von Worskla Poltawa aus der Ukraine.

Schalke vor dem entscheidenden Schritt

Lewis Holtby und Cristian Tanase im Zweikampf beim Hinspiel. (Foto: Vadim Ghirda/AP/dapd)

Lewis Holtby (l.) und Bukarests Cristian Tanase im Hinspiel

Schalke 04 steht vor der Aufgabe, die Niederlage im Revierderby bei Borussia Dortmund abzuhaken und auf dem internationalen Parkett der Europa League die Weichen für das Weiterkommen zu stellen. Die "Königsblauen" haben am fünften Spieltag der Gruppenphase Steaua Bukarest zu Gast. Mit einem Erfolg am Donnerstag (01.12.2011, 19.00 Uhr MEZ) gegen den rumänischen Pokalsieger können die Gelsenkirchener vorzeitig das Ticket für die K.o.-Runde buchen. Mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und damit acht Punkten liegt Schalke derzeit an der Spitze der Gruppe J, Maccabi Haifa mit sechs und Bukarest mit fünf Punkten folgen dahinter. Das erste Aufeinandertreffen zwischen Schalke und Bukarest Mitte September in Rumänien endete torlos.

Nur nicht wie gegen Larnaka

Für den FC Schalke gilt es vor den eigenen Zuschauern in der heimischen Fußball-Arena Wiedergutmachung zu betreiben, schließlich kam das Team von Trainer Huub Stevens in der letzten Partie gegen den zypriotischen Vertreter AEK Larnaka nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus. "Ich bin in der Kabine deutlich geworden, die Ansprache war kurz und knackig", sagte Stevens nach der uninspirierten Vorstellung.

Diesmal muss der Niederländer auf die Langzeitverletzten Benedikt Höwedes, Peer Kluge, Jefferson Farfan und Torhüter Ralf Fährmann verzichten. Am letzten Spieltag der Gruppenphase geht es für S04 am 14. Dezember dann nach Haifa. Ein mögliches "Endspiel" um den Einzug in die nächste Runde wollen die Schalker um jeden Preis vermeiden.

Autoren: Olivia Fritz/Calle Kops (mit sid, dpa)
Redaktion: Wolfgang van Kann

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