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Bundesligavorschau 31. Spieltag

22. April 2011

Borussia Dortmund steht vor seinem Meisterstück – bei einem Sieg kann der BVB vorzeitig den Titel feiern, vorausgesetzt, Leverkusen holt nicht auch drei Punkte. Hannover eroberte mit einem Auswärtssieg Platz drei zurück.

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Karim Haggui, Konstantin Rausch, Mohammed Abdellaoue und Steven Cherundolo von Hannover (l-r) bejubeln das 0:3 für Hannover. (Foto: Patrick Seeger dpa/lsw)
Bild: picture-alliance/dpa

Hannover hat im Kampf um die Champions-League-Qualifikation vorgelegt. Wegen des Spielverbotes an Karfreitag eröffneten Hannover und Freiburg schon am Donnerstag (21.04.2011) den 31. Spieltag und Hannover holte sich zumindest vorübergehend den dritten Tabellenplatz zurück. Mit 3:1 (2:0) setzten sich die Niedersachsen auswärts durch. Die Treffer erzielten Mohammed Abdellaoue (24. Minute), Jan Schlaudraff (31.) und Konstantin Rausch (58.). Für Freiburg traf Jan Rosenthal (79.). "Wichtig war, dass wir wieder an den Bayern vorbeigezogen sind", sagte Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler. Freiburgs Trainer Robin Dutt erklärte: "Wir hatten eine schlechte Passqualität. Hannover hatte eine gute Kontertaktik und war eiskalt im Abschluss."

Dortmund drückt Hoffenheim die Daumen

Im Kampf um den begehrten dritten Platz, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt, haben die Hannoveraner starke Konkurrenz: Bayern München kämpft bei Eintracht Frankfurt um Schadensbegrenzung, denn in dieser Saison geht der Rekordmeister leer aus und bangt nun auch um den Qualifikationsplatz für die Königsklasse.

Dortmunder Fans halten selbstgebastelte Meisterschalen hoch (Foto:Frank Augstein/AP/dapd)
Die BVB-Fans wollen endlich die echte SchaleBild: AP/dapd

Doch die Liga schaut mal wieder nach Dortmund, denn der Spitzenreiter kann sich Samstagabend vorzeitig zum Meister küren. Voraussetzung: Leverkusen holt vorher – am Nachmittag – keine drei Punkte gegen Hoffenheim. Nach dem 1:5-Debakel gegen die Bayern konzentriert sich Leverkusen voll auf den zweiten Platz und damit die Champions-League-Qualifikation. Noch zwei Siege und die Vizemeisterschaft wäre aus eigener Kraft geschafft. "Das ist eine super Ausgangsposition, ist doch keine Frage", sagt Kapitän Simon Rolfes. "Wir haben noch vier Spieltage, da werden wir den zweiten Platz auch verteidigen."

Zuerst heißt es also für die BVB-Profis: Daumen drücken für Hoffenheim. Anschließend müssen sie selbst einen Sieg nachlegen, erst dann darf der Champagner fließen. "Ich persönlich würde es gern so schnell klar machen, wie es nur geht", gesteht Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller. "Trotz allem haben wir noch vier Spiele vor der Brust und genügend Zeit, um den Matchball zu verwandeln."

Zittern im Abstiegskampf

Der Schweizer Lucien Favre leitet das Training. (Foto: Roland Weihrauch dpa/lnw)
Kämpfen bis zum Schluss: Borussia MönchengladbachBild: picture-alliance/dpa

Dortmunds Gegner ist Borussia Mönchengladbach. Das Duell lautet auch Erster gegen Letzter. Drei Punkte fehlen dem Bundesliga-Schlusslicht bis zum Relegationsplatz, sieben zum rettenden 15. Rang, weiß auch Trainer Lucien Favre. "Man hat immer die Hoffnung, viele Punkte zu erreichen. Das ist für uns obligatorisch, wenn wir den Relegationsplatz erreichen wollen."

Im Abstiegskampf geht es heiß her, nicht nur für Mönchengladbach. Auch für Kaiserslautern könnte es ein vorentscheidender Spieltag werden. Kaiserslautern muss auf Schalke antreten, wo es um Torwart Manuel Neuer in dieser Woche hoch her ging – der Nationalkeeper hat seinen Abschied verkündet.

Im Nordderby treffen Bremen und St. Pauli aufeinander. Der Tabellen-Elfte Werder will sich endgültig aller Abstiegssorgen entledigen, die Hamburger brauchen als Vorletzter unbedingt einen Sieg.

Wer kommt in die Europa League?

Lokalrivale HSV hat nichts mit dem Abstiegskampf zu tun – allerdings auch nichts mehr mit den europäischen Wettbewerben. Nur noch theoretische Chancen haben die Hamburger als Tabellen-Siebter, weiß auch HSV-Kapitän Heiko Westermann vor dem Spiel gegen den Tabellen-14. aus Stuttgart. "Wir können es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Das ist natürlich klar. Und wir werden trotzdem versuchen, das Bestmögliche herauszuholen: Drei Punkte."

Zum Abschluss des Spieltages am Sonntag stehen sich dann noch Wolfburg und Köln sowie Nürnberg und Mainz gegenüber.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Marko Langer