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Wirtschaft

Hannover Messe endet mit Optimismus

Mit der besten Bilanz seit zehn Jahren ist die Hannover Messe 2011 zu Ende gegangen. Aus dem Ausland kamen fast ein Drittel mehr Besucher als 2009.

Fahnen der Deutschen Messe AG (Foto: Messe AG)

Dr. Wolfram v. Fritsch, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe (Foto: Messe AG)

Messe-Chef von Fritsch: Heiterkeit und Heiserkeit

Der weltweite Konjunkturboom hat der Hannover Messe ein deutliches Besucherplus verschafft. Am fünften und letzten Ausstellungstag zeichne sich ab, dass mehr als 230.000 Gäste gekommen seien, sagte der Vorstandschef der Deutschen Messe AG, Wolfram von Fritsch, am Freitag in Hannover. Das entspreche einem Plus von mindestens zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. "Es herrschte Heiterkeit und Heiserkeit", sagte von Fritsch. Die Verantwortlichen der Unternehmen seien bester Stimmung, hätten viel miteinander geredet und Geschäfte vereinbart.

"Die Drehzahl des Konjunkturmotors der Industrie hat sich weiter erhöht", sagte von Fritsch auf der Abschluss-Pressekonferenz. Mehr als 6.500 Unternehmen aus 65 Ländern hatten sich in Hannover präsentiert. Die Messe sei deutlich internationaler geworden: Diesmal seien 60.000 Besucher aus dem Ausland gekommen, über ein Drittel mehr als 2009. "Allein die Besucher aus dem Ausland füllen in diesem Jahr 150 Großraum-Flugzeuge", sagte von Fritsch.

Auch die Aussteller sehen sich nach der Messe in ihren positiven Erwartungen an die Wirtschaftsentwicklung bestärkt. Jedes zweite Unternehmen plane nicht nur steigende Investitionen im In- und Ausland, sondern wolle auch neue Jobs schaffen, sagte Dietmar Harting, Chef des Ausstellerbeirats, bei der Abschluss-Pressekonferenz in Hannover. Fast zehn Prozent der Aussteller erwarten laut einer Umfrage stark zunehmende Umsätze.

Megathema Energieeffizienz

Ein Besucher geht an einem Plakat der Hannover Messe vorbei (Foto: dpa)

30 Prozent mehr Besucher aus dem Ausland

Die Themen Energie und Automation seien besonders stark nachgefragt worden, sagte der Messechef. Dem Schwerpunktthema "Smart Efficiency" entsprechend hätten die Aussteller viele Ideen zur Energieeffizienz vorgestellt. "Wir können schneller Energie sparen als neue Anlagen bauen", sagte von Fritsch. Die Industrie habe gezeigt, dass sie bereits heute effiziente Technologien anbiete. Sie müssten nur eingesetzt werden. Das Schwerpunktthema Energieeffizienz spiegelte sich auch in den Diskussionen auf den Foren wider. "In über 60 Foren hatten wir so viele Besucher wie noch nie, 30 Prozent mehr als 2009. Die Hannover Messe stärkt damit ihre Position als bedeutendste Plattform für Knowhow- und Wissenstransfer in der Technologie", sagte von Fritsch.

Die erstmals ausgerichtete Sonderschau "Metropolitan Solutions", die sich mit technischen Lösungen für stark wachsende und sehr große Städte beschäftigt, solle weiter ausgebaut werden. Die Hannover Messe findet jedes Jahr statt, der Aufbau wechselt sich alle zwei Jahre ab, so dass die Messe 2011 mit der von 2009 vergleichbar ist. Mit einer neuen Leitmesse wird zudem das Themenportfolio der Hannover Messe im kommenden Jahr ergänzt. "Mit der IndustrialGreenTec bieten wir industriellen Umwelttechnologien eine einzigartige Plattform. Schwerpunkte der IndustrialGreenTec werden industrielle Angebote zu Kreislaufwirtschaft, Entsorgung, Luft- und Wasser-Reinheit für den Einsatz entlang der industriellen Wertschöpfungskette sein. Das Motto lautet: Aus der Industrie für die Industrie", fügte von Fritsch hinzu.

Rolf Wenkel (dapd, rtr, dpa, ots)
Redaktion: Henrik Böhme

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