1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Hannover 96 und auch Schalke 04 sind heiß

Hannover 96 könnte gegen Lüttich schon ein Remis zum Erreichen des Europa-League-Viertelfinales reichen. Schalke 04 will Revanche für den ungerechten Platzverweis beim 0:1 in Enschede.

Die Spieler von Hannover 96 feiern einen Treffer im Hinspiel bei Standard Lüttich (Foto: dapd)

Die Spieler von Hannover 96 feiern einen Treffer im Hinspiel bei Standard Lüttich

Die Stadt Hannover ist euphorisiert und das Stadion mit 43.000 Zuschauern komplett ausverkauft. Bei den 96ern stehen die Zeichen vor der Partie am Donnerstag (19.00 Uhr MEZ) gegen Standard Lüttich in der Europa League klar und deutlich auf Viertelfinale. "Natürlich besteht immer noch eine kleine Gefahr, aber durch das 2:2 im Hinspiel ist unsere Ausgangsposition verbessert", sagt Sportdirektor Jörg Schmadtke und Kapitän Steven Cherundolo ergänzt: "Angst müssen wir auf jeden Fall nicht haben." Schließlich sind die Niedersachsen auf europäischer Ebene in dieser Saison zu Hause ungeschlagen, in der Gruppenphase spielte man gegen den belgischen Pokalsieger in der WM-Arena 0:0. Damals war es ein unbefriedigendes Resultat, jetzt wäre es ein Wunschergebnis.

96-Coach Slomka bleibt besonnen

Hannovers Trainer Mirko Slomka (Foto: dpa)

Mirko Slomka ist die Ruhe selbst

Trainer Mirko Slomka jedoch bleibt betont ruhig und warnt ein wenig: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht davon träumen, schon jetzt in der nächsten Runde zu stehen. Lüttich kann aus dem Nichts zurückschlagen. Grundsätzlich haben wir eine gute Ausgangsposition, in den meisten Fällen kommt man damit weiter." Christian Pander gab sich ebenfalls zuversichtlich. "Wenn man zu viel zweifelt, macht man sich nur verrückt", meint der Mittelfeldspieler.

Schalke brennt auf Revanche

Schalke-Coach Huub Stevens kann sich eine flammende Kabinen-Ansprache vor dem zweiten Duell mit dem FC Twente Enschede sparen. Nach den Vorkommnissen beim 0:1 in Enschede haben die Schalker Profis eine Extradosis Motivation nicht nötig – auch wenn die UEFA die endgültige Entscheidung über die Sperre von Joel Matip vertagte und den Innenverteidiger im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League nun doch mitmachen lässt. Manager Horst Heldt reagierte erfreut auf die positive Nachricht der Europäischen Fußball-Union. "Das war eine clevere Entscheidung. Für uns ist es wie ein Freispruch", sagte Schalkes Sportvorstand erleichtert.

Luuk de Jong (M.) von Enschede liegt am Boden, Schalkes Joel Matip (r.) läuft weiter und Schalkes Torwart Timo Hildebrand (l.) kann den Elfmeterpfiff nicht verstehen (Foto: dpa)

Die Fehlentscheidung: Enschedes de Jong (M.) am Boden, die Schalker Hildebrand (l.) und Matip (r.) ahnen Böses

Matip soll Twentes Stürmer Luuk de Jong im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht haben. Der schottische Schiedsrichter Craig Thomson hatte dies als Notbremse gewertet und Matip Rot gezeigt. Den Elfmeter verwandelte de Jong (61.) zum 1:0-Sieg. Die TV-Bilder entlarvten Platzverweis und Strafstoß jedoch als krasse Fehlentscheidungen. Stevens ist froh, dass er Matip einsetzen kann. "Wir sind im Hinspiel schon genug bestraft worden. Deshalb finde ich es auch richtig, dass Joel spielen darf", sagte der Coach.

Es gilt den Heimvorteil zu nutzen

"Wir sind alle brutal heiß", betonte Torhüter Timo Hildebrand vor dem Duell in der heimischen Arena am Donnerstag (21.05 Uhr MEZ). Mit dem Publikum im Rücken will der Revierclub das ungerechte Hinspielergebnis wettmachen und ins Viertelfinale einziehen. "Die Fans werden voll hinter uns stehen. Wir werden ein Feuerwerk abbrennen", versprach Lewis Holtby. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar sagte nur: "Wir müssen zwei Tore mehr schießen als Twente. Wir wollen weiterkommen, egal wie."