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Sport-News

Hannes Löhr ist tot

Johannes Löhr, Sturmikone des 1. FC Köln, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Der frühere Nationalspieler blieb seinem Heimatverein nicht nur als Spieler treu.

Keiner schoss so viele Tore für den 1. FC Köln wie er: Stürmer Johannes - gerufen "Hannes" oder "Hennes" - Löhr, traf in seiner aktiven Zeit in 381 Spielen für den Bundesligisten 166-mal. Am Montagmorgen wurde Löhr tot in seiner Wohnung aufgefunden. Er wurde 73 Jahre alt. "Er ist wohl friedlich eingschlafen", sagte sein Freund Detlev Langemann, der noch am Vortag mit ihm ein Eishockeyspiel der Kölner Haie besucht hatte.

Ein Meister-, drei Pokaltitel

Seitfallzieher beim WM-Spiel 1970 gegen England. Foto: dpa-pa

Seitfallzieher beim WM-Spiel 1970 gegen England

Löhr trug von 1964 bis 1978 das Trikot des 1. FC Köln. In dieser Zeit feierte er mit dem Verein eine deutsche Meisterschaft (1978) und drei Pokalsiege (1968, 1977,1978). Zwischen 1967 und 1970 bestritt der Torjäger auch 20 Länderspiele, in denen er fünf Tore erzielte. Löhr gehörte zum WM-Kader 1970. Im "Jahrhunderspiel" gegen Italien (3:4 n.V.) stand er 53 Minuten auf dem Platz.

Bronze in Seoul

Nach dem Ende seiner Spielerkarriere arbeitete Löhr als Co-Trainer (1979-80), Manager (1980-83) und dann auch Trainer (1983-86) für den 1. FC Köln. Danach ging Hannes Löhr zum Deutschen Fußball-Bund (DFB), wo er 1988 die deutsche Olympia-Auswahl bei den Spielen in Seoul betreute und mit ihr Bronze holte. Von 1990 bis 2002 trainierte Löhr das deutsche U21-Team.

"Hannes Löhr war ein großartiger Trainer mit herausragenden menschlichen Fähigkeiten", erinnert sich Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der 1988 in Seoul zum Bronze-Team gehört hatte. "Sein Umgang mit uns Spielern, den ich vor allem während der Olympischen Spiele erleben durfte, war beispielhaft. Immer menschlich, sehr sozial, stets freundlich. Er hatte eine Art, wie man sie im Fußball gerne öfter finden würde."

sn/asz (sid, dpa, Express)