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Aktuell Europa

Haneke gewinnt Europäischen Filmpreis

Der Europäische Filmpreis geht an das Drama "Liebe" des österreichischen Regisseurs Michael Haneke. Der 70-Jährige erhielt die Auszeichnung in der Kategorie "Bester Film" sowie für die beste Regie.

Haneke hatte bereits vor drei Jahren für "Das weiße Band" den Europäischen
Filmpreis mit nach Hause genommen. Sein jetzt ausgezeichneter Film "Liebe" zeigt ein älteres Ehepaar, das sein ganzes, langes Leben miteinander verbracht hat. Dann erleidet die Frau einen Schlaganfall und wird ein Pflegefall. Ihr Mann, sebst körperlich schwach, kümmert sich aufopferungsvoll um seine Frau.

Drama über Liebe und Tod

Die beiden Hauptdarsteller des berührenden Dramas über Liebe und Tod, Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant, wurden als beste Schauspielerin beziehungsweise bester Schauspieler geehrt. Die Preisgala fand in diesem Jahr in Maltas Hauptstadt Valletta statt. Im Vorjahr hatte die Europäische Filmakademie die Auszeichnungen in Berlin vergeben.

Für den deutschen Beitrag "Barbara" von Christian Petzold über eine Ärztin in der DDR gab es keine Auszeichnung. Bei der Berlinale hatte Petzold dafür noch den Silbernen Bären für die Beste Regie geholt. Der deutsche Film "Die Vermissten" von Jan Speckenbach, nominiert in der Kategorie "Europäische Entdeckung 2012", musste sich dem niederländischen Streifen "Kauwboy" geschlagen geben.

Ehrung auch für Bertolucci und Mirren

Je zwei Preise gingen an das "Shame" des Briten Steve McQueen und den Spionagethriller "Dame, König, As, Spion" von Tomas Alfredson. Zwei Preisträger standen bereits vorab fest: Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet und die britische Schauspielerin Helen Mirren erhielt den Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie. Die Moderation der Gala übernahm zum vierten Mal die Deutsche Anke Engelke. Der Europäische Filmpreis gilt als Gegenstück zu Hollywoods Oscar und gibt häufig auch eher sperrigen Filmen ein Forum.

haz/re (dpa, dapd)

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