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Sport

Handy-Viren fühlen sich in Stadien wohl

Experten warnen vor einer drastischen Verbreitung von Handy-Virenattacken in Fußballstadien. Viren könnten sich so schnell wie eine große "La-Ola-Welle" ausbreiten.

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Bluetooth aus im Stadion!

Allein durch die schiere Ansammlung der vielen Handys in Stadien und an Public-Viewing-Plätzen könnten sich entsprechende Viren rasant ausbreiten, warnt das Computer-Fachmagazin "c't". Eine Infektion droht dabei vor allem den Handy-Nutzern mit Bluetooth-Funk.

"Wenn zum Beispiel auf dem Handy eine Botschaft wie 'Installieren: Free-WM-After-Party-Ticket?' auftaucht, werden vermutlich viele die OK-Taste drücken und sich damit einen Virus einfangen", sagte "c't"-Redakteur Jürgen Schmidt. Deshalb der Ratschlag, die Bluetooth-Funktion zu deaktivieren. Grundsätzlich gilt: Unerwartete Meldungen oder Anfragen sollten nicht bestätigt, Programme nicht ausgeführt und Software oder Spiele nicht aus Tauschbörsen heruntergeladen werden.

Handyviren auf dem Vormarsch

Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2005 in Helsinki beispielsweise habe sich ein Virus durch die Ansammlung der vielen Mobiltelefone rasend schnell vermehren können. Die Bluetooth-Schnittstelle erlaubt einen raschen Datenaustausch zwischen benachbarten Handys, so dass sich auch Viren in großen Menschenansammlungen schnell verbreiten können.

Die Zahl von Handyviren hat sich im vergangenen Jahr nach "c't"-Angaben auf 200 drastisch erhöht. Bekannte Viren tauschen in einigen Fällen auf dem Display nur Symbole aus. Sie können jedoch auch hohe Rechnungen verursachen, indem sie automatisch SMS oder MMS verschicken.

Schutz-Software oft ungenügend

Einige Viren wie Skulls oder Doombot machen teure Handys unbrauchbar, indem sie wichtige Systemdateien überschreiben. Vor allem Besitzer von besonders leistungsfähigen Handys wie Smartphones mit vielen Schnittstellen und Computerfunktionen sollten auf ihre Sicherheit achten. Die meisten bekannten Viren gibt es für Mobiltelefone mit dem weit verbreiteten Handy-Betriebssystem Symbian. Spezielle Antivirensoftware für Handys schützt die Telefone nach einem "c't"-Test meist nur unvollständig. (stl)