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Wirtschaft

Handelsbilanz: Deutsche und Russen kommen sich näher

Russland wird für Deutschland zu einem immer wichtigeren Handelspartner. Das belegen die neuesten Daten zur Entwicklung der deutschen Ein- und Ausfuhren des Statistischen Bundesamts.

Ein Porsche wird für den Export verladen (Quelle: AP)

Ein Porsche wird für den Export verladen

Russlands Botschaft in Berlin (Quelle: AP)

Russlands Botschaft in Berlin

Die deutschen Ausfuhren nach Russland sind im ersten Quartal dieses Jahres stark gewachsen. Deutsche Unternehmen exportierten von Januar bis März 2008 insgesamt 25,4 Prozent mehr Waren in das Land als noch ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag (17.06.2008) mitteilte. Der Wert dieser Waren belief sich auf 7,5 Milliarden Euro.

Insgesamt wuchsen die deutschen Ausfuhren demnach um 5,7 Prozent auf 252,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zu diesen nominalen Exporten erhöhten sich die Ausfuhren real, das heißt unter Annahme gleichbleibender Preise, nur um 4,9 Prozent.

Export: Schwerpunkte außerhalb der EU

Die Exporte in Länder außerhalb der EU stiegen mit einem Plus von 9,3 Prozent auf 89,2 Milliarden Euro stärker als die Gesamtausfuhren. Neben den Ausfuhren nach Russland nahmen außerhalb der EU besonders die Exporte nach China mit einem Plus von 19,0 Prozent und in die Türkei mit einem Plus von 18,7 Prozent stark zu. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten stiegen nur leicht um 1,9 Prozent, ebenso die Ausfuhren nach Japan mit einem Plus von 1,1 Prozent.

Die Exporte in die 27 EU-Mitgliedsländer nahmen um 3,8 Prozent auf 163,3 Milliarden Euro zu. In die nicht zur Eurozone zählenden Länder der EU gingen Waren für insgesamt 54,8 Milliarden Euro (plus 6,3 Prozent), in die Eurozone Waren für 108,5 Milliarden Euro (plus 2,6 Prozent).

Import: Hohe Energiepreise

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Stärker als die Exporte stiegen von Januar bis März die Importe - was auch auf die hohen Energiepreise zurückzuführen ist. Die Importe nach Deutschland verzeichneten ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 201,9 Milliarden Euro. Niedriger fiel der Zuwachs preisbereinigt aus: Er lag bei 3,7 Prozent. Dies war insbesondere auf die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen: So wuchsen die wertmäßigen Einfuhren aus Russland mit einem Plus von 29,9 Prozent und aus Norwegen mit einem Plus von 25,7 Prozent durch die hohen Preise für Erdöl und Erdgas besonders stark.

Die Einfuhren aus der EU-27 erhöhten sich um 6,4 Prozent auf 119,4 Milliarden Euro, die Warensendungen aus der Eurozone stiegen um 5,7 Prozent auf 79,8 Milliarden Euro. Die Importe aus Drittländern erhöhten sich um 6,0 Prozent auf 82,5 Milliarden Euro. Besonders stark erhöhten sich dabei die Einfuhren aus Afrika mit einem Plus von 34,5 Prozent, die Einfuhren aus China sind dagegen nur geringfügig um 1,8 Prozent gestiegen. (kas)

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