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Wirtschaft

Handel ohne Impulse

In einem weitgehend impulslosen Handel präsentierte sich der Aktienindex DAX am Freitag schwächer.

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Zu Höhenflügen setzt die Telekom-Aktie derzeit nicht an.

Der Standardwerte-Index lag gegen Mittag bei 5.203 Punkten, ein Minus von knapp 25 Zählern oder 0,5 Prozent. Nach Einschätzung eines Frankfurter Aktienhändlers dürfte der Handelstag weiter unter der Überschrift "Konsolidierung" laufen.

Am Neuen Markt haben sich die meisten Werte nach den Verlusten des Vortages halten können, der Nemax 50 Index stand am Mittag bei 1.250 Punkten und damit praktisch unverändert.

Bayer-Aktien sind Schlusslicht im DAX

Bayer, die eine Einigung mit dem Schweizer Wettbewerber Syngenta im Patentstreit um eine Pflanzenschutzwirkstoffgruppe erzielt haben, waren schwächster DAX-Wert und verbilligten sich um 2,9 Prozent.

Telekom-Titel auf Verkaufslisten

Die Aktien der Deutschen Telekom haben ihre Kursverluste ausgebaut. Die Financial Times Deutschland hatte zuvor berichtet, dass die Kassenlage des Konzerns deutlich angespannter sei als bislang bekannt. Das Blatt beruft sich auf einen aktuelle Analyse des Telekom-Vorstands. Die T-Aktie verlor 2,5 Prozent.

Die Aktien des Walldorfer Softwarekonzerns SAP tendieren mit 0,6 Prozent ebenfalls im Minus, obwohl die Analysten von Merrill Lynch ihre Kaufempfehlung für die Aktie bekräftigt und ein Kursziel von 185 Euro genannt haben.

Uneinheitlich zeigte sich am Donnerstag die Börse in New York. Besonders die Standardwerte gerieten unter Druck. Der Dow Jones verlor 26 Punkte oder 0,2 Prozent auf 10.067 Zähler. Prominentester Dow-Jones-Verlierer waren IBM. Es kursieren Gerüchte, der Computerriese könne seine Umsatz- und Ertragsprognosen für das vierte Quartal nicht erreichen. Die Nasdaq schloss mit 2.047 Punkten und einem Plus von zwei Zählern praktisch unverändert.

Warten auf Neuigkeiten von Greenspan und Ford

Auf der Detroit Motor Show findet am Freitag eine Analystenkonferenz von Ford statt. Im Umfeld ist von zwei Milliarden Dollar Schulden und dem Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen die Rede. Konkurrent General Motors sagt einen Einbruch der Nachfrage in den USA und Europa voraus, keine guten Vorzeichen also für die Autoaktien. Vielleicht sorgt ja eine Rede von US-Notenbankchef Alan Greenspan am Freitag in San Francisco für etwas Optimismus. Wenn er keine weiteren Leitzinssenkungen andeutet, könnte das den Märkten Auftrieb geben, sagen Händler, denn das hieße ja, dass die früheren Zinssenkungen zu wirken beginnen und die Talsohle durchschritten ist.

Auch der Handel in Tokio stand den vierten Tag in Folge unter negativen Vorzeichen. Die Einzelhandelskette Daijei ist ins Schlingern geraten, was nicht nur der Konzern selbst spürt, sondern auch die Gläubigerbanken. Der Nikkei Index verlor fast 97 Punkte oder 0,9 Prozent auf 10.441 Zähler. Der Yen tendiert weiterhin schwach. Derzeit sind mehr als 132 Yen für einen Dollar zu bezahlen.

Euro pendelt um 89 US-Cents

Unterdessen dümpelt der Euro über der 89-Cent-Marke vor sich hin, in New York stand er bei 89,13. In Tokio tendierte er bei 89,14 und in Frankfurt bei 89,25 amerikanischen Cents.

  • Datum 11.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1gwc
  • Datum 11.01.2002
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