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Handball

Handball-Legende Kempa ist tot

Der zweimalige Feldhandball-Weltmeister, Bernhard Kempa, stirbt im Alter von 96 Jahren. Sein langjähriger Verein Frisch Auf Göppingen bestätigt den Tod des Spielers, der auch den berühmten Kempa-Trick erfunden hat.

Abspringen, Ball im Flug fangen und werfen - Tor! Der deutsche Erfinder des legendären "Kempa-Tricks" ist tot. Bernhard Kempa, der die Handball-Welt am 24. März 1954 bei einem inoffiziellen Länderspiel zwischen Deutschland und Schweden in Karlsruhe durch die Uraufführung seines Tricks verblüfft hatte, ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Das bestätigte sein langjähriger Verein Frisch Auf Göppingen am Freitag.

Kempa schreibt Handballgeschichte

"Wir trauern um einen der größten Sportler, die Deutschland hervorgebracht hat. Was der deutsche Handball dem Spieler und Trainer Bernhard Kempa verdankt, ist kaum in Worte zu fassen", sagte der Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB), Andreas Michelmann. "Bernhard Kempa hat Handballgeschichte geschrieben und bleibt mit dem nach ihm benannten 'Kempa-Trick' Teil der DNA unseres Sports."

Kempa galt in den 50er Jahren als bester Handballer der Welt und holte als Spieler und Trainer zahlreiche Titel. Neben etlichen Erfolgen mit Frisch Auf Göppingen gewann er auch zwei WM-Titel im Feldhandball mit der Nationalmannschaft. Göppingen stieg mit ihm zum Nonplusultra im deutschen Handball auf. Richtig berühmt und bis heute bekannt ist Kempa aber vor allem durch die Erfindung des "Kempa-Tricks" geworden.

"Idol für Generationen"

Beim ersten Mal hatte der Trick nicht geklappt, schrieb Kempa in seinem Buch über die Welt-Premiere jenes Spielzugs, der ihn weltberühmt machte, "weil ich die Größe der schwedischen Spieler falsch eingeschätzt hatte". Im Training hatte er die revolutionäre Erfindung zuvor wochenlang einstudiert. DHB-Vize Bob Hanning würdigte Kempa an dessen 95. Geburtstag im November 2015 als ein "Idol für Generationen. Mit seiner Raffinesse hat er den Handballsport wie nur wenige andere vor und nach ihm entwickelt."

tk/sn (sid, dpa)