Handball-Damen unterliegen Dänemark | Sport-News | DW | 10.12.2017
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Sport-News

Handball-Damen unterliegen Dänemark

Nach der Niederlage im Achtelfinale gegen Dänemark ist die Heim-WM für die enttäuschten deutschen Handballerinnen vorzeitig beendet. Es fehlte an Offensivkraft.

Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler unterlag Dänemark in Magdeburg nach einer desolaten Angriffsleistung mit 17:21 (7:11) und verfehlte das angestrebte Medaillen-Ziel damit deutlich.

Rückraumspielerin Xenia Smits konnte die zweite Turnierniederlage auch mit ihren sechs Toren in Magdeburg nicht verhindern. Für Biegler war es das letzte Spiel als DHB-Coach. Der 56-Jährige wechselt zum Männer-Bundesligisten SC DHfK Leipzig, der Niederländer Henk Groener übernimmt am 1. Januar das deutsche Team.

Im Gegensatz zum desaströsen Auftritt im abschließenden Gruppenspiel gegen Vize-Weltmeister Niederlande (23:31) begannen seine Frauen vor 4133 Zuschauern konzentrierter und führten nach 13 Minuten mit 5:4. Doch Mitte der ersten Halbzeit kam ein Bruch ins deutsche Spiel.

Starke deutsche Torfrau

Immer wieder scheiterten die gehemmt wirkenden Gastgeberinnen an der überragenden Torhüterin Sandra Toft, technische Fehler führten zudem immer wieder zu Ballverlusten und luden Dänemark zu einfachen Toren ein. Bei zwei 6:4-Überzahlsituationen blieb die DHB-Auswahl ohne Treffer, Svenja Huber und Spielführerin Anna Loerper scheiterten zudem per Siebenmeter.

Trotz einer starken Torfrau Clara Woltering und einer ordentlichen Abwehrleistung lag der EM-Sechste angesichts seiner Offensivschwäche nach 21 Minuten mit 5:8 zurück. Biegler versuchte, in einer Auszeit beruhigend auf seine Ladies einzuwirken, dennoch ging es mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause.

Tränen in den Augen

Das deutsche Spiel blieb auch nach dem Wechsel fehlerhaft und zu leicht auszurechnen. Beim Stand von 9:14 (37.) nahm Biegler die nächste Auszeit. Lautstark redete der Bundestrainer auf seine Spielerinnen ein. Doch nur Sekunden später vergab Lone Fischer auch den dritten deutschen Siebenmeter.

Loerper verwandelte dann zwar den vierten Siebenmeter zum 10:14 (43.), für eine Aufholjagd fehlte aber die Qualität. Schon Minuten vor dem Abpfiff hatten die ersten Spielerinnen Tränen in den Augen.  jst/to (dpa, sid)