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Sport

Handball-Bundestrainer Sigurdsson geht nach Japan

Er führte die deutsche Handball-Nationalmannschaft an die Weltspitze: Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat angekündigt, den Deutschen Handball-Bund nach der WM 2017 in Frankreich zu verlassen. Sein nächstes Ziel: Japan.

Persönliche Gründe seien für den Abgang Dagur Sigurdssons ausschlaggebend gewesen, teilte der Deutsche Handball-Bund (DHB) in einer Pressemitteilung mit. Nach der WM im kommenden Jahr ist Schluss: Der 43-jährige Isänder übernimmt 2017 die japanische Handball-Auswahl, um sie auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten.

Sigurdsson betreute das DHB-Team als Nachfolger des erfolglosen Martin Heuberger seit August 2014. Unter seiner Führung wurde die deutsche Auswahl im vergangenen Jahr Europameister und gewann im Sommer in Rio de Janeiro Olympia-Bronze.

Der DHB bedauert die Entscheidung. "Wir verlieren einen Weltklassetrainer und ich die Zusammenarbeit mit einem guten Freund. Aber in jedem Schicksal liegt auch eine Chance, und diese werden wir nutzen. Unser Ziel bleibt der Olympiasieg 2020", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning: "Jetzt freue ich mich auf die WM mit Dagur, es wird eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Je schwieriger die Situation für Dagur ist, desto bessere Lösungen findet er."

Wer die Nachfolge des Erfolgstrainers beim Europameister antritt, ist noch offen. Top-Kandidaten sind nach SID-Informationen Christian Prokop (SC DHfK Leipzig) und Markus Baur (TVB Stuttgart).

hk/as (dpa, sid)