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Sport

Hamilton siegt auch in China

Ohne sich je Sorgen machen zu müssen, lenkt Lewis Hamilton seinen Boliden über den Formel-1-Kurs von Shanghai. Mit seinem Erfolg beim Großen Preis von China unterstreicht der Brite seine momentane Ausnahmestellung.

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat nach einer fehlerfreien Vorstellung den Großen Preis von China gewonnen und seine Führung in der WM-Wertung ausgebaut. Der Engländer, der vom ersten Startplatz ins Rennen gegangen war, zeigte in Shanghai keine Schwäche und verwies seinen Mercedes-Stallrivalen Nico Rosberg souverän auf Platz zwei.

Malaysia-Sieger Sebastian Vettel

fuhr im Ferrari als Dritter zwar zum dritten Mal in Serie auf das Podium, hatte der Übermacht der erstarkten Silberpfeile aber nichts entgegenzusetzen.

Hamiltons ungefährdeter 35. Karrieresieg war zugleich sein vierter in China - das hat zuvor kein anderer Fahrer geschafft. Außerdem konnte der Brite als Erster seinen Vorjahreserfolg in Shanghai wiederholen. Nach drei Rennen führt der 30 Jahre alte Titelverteidiger auch dank zweier Siege in der Gesamtwertung mit 68 Punkten vor Vettel (55) und Rosberg (51).

Dominator Hamilton

Formel 1 Rennen GP China Shanghai Start (Foto: Mark Thompson/Getty Images)

Start-Ziel-Sieg für Hamilton, der von Beginn an vorne weg fährt

Hamilton setzte sich im Rennen vom Start weg souverän ab. Einzig Vizeweltmeister Rosberg konnte folgen. Die Ferrari von Vettel und Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen, der erneut Vierter wurde, verloren schnell einige Sekunden, blieben im Gegensatz zur restlichen Konkurrenz aber noch in Schlagdistanz.

Bei 20 Grad Außentemperatur und Sonnenschein drehte der zweimalige Weltmeister Hamilton an der Spitze unbeeindruckt seine Runden. Konnte Ferrari vor zwei Wochen die Silberpfeile noch mit einer cleveren Taktik schocken und den ersten Vettel-Sieg feiern, leistete sich Mercedes dieses Mal keine groben Fehler und agierte weitestgehend souverän.

Allerdings beschwerte sich Rosberg nach etwas mehr als einem Drittel des Rennens über die Pace von Hamilton. "Wenn Lewis weiter so langsam fährt, stecke ich in seinem Windschatten fest und ruiniere meine Reifen", funkte der 29-Jährige an die Box. Anschließend wurde Hamilton mit einem ungewöhnlichen Funkspruch dazu aufgefordert, das Tempo zu erhöhen. "Lewis, gib ein bisschen mehr Gas", lautete die Anweisung.

Ferrari neue zweite Kraft

Für Vettel und Ferrari war das trotzdem noch zu schnell. "Ich bin am Limit", antwortete Vettel auf die Frage der Renningenieure, ob er sein Tempo erhöhen könne. Anders als in der Hitze von Malaysia hatte die Scuderia in China trotz einer Asphalttemperatur von bis zu 45 Grad keinerlei Vorteile mit den Reifen. Mit zwei dritten Plätzen und einem Sieg verläuft Vettels Einstand bei Ferrari nach dem vergangenen Seuchenjahr 2014 bei Red Bull trotzdem weiter glänzend.

Formel 1 Rennen GP China Shanghai Sebastian Vettel (Foto: Dan Istitene/Getty Images)

Vettel und Ferrari, das scheint zu passen - erneut schafft es der vierfache Weltmeister aufs Podium

Auch nach seinem zweiten Boxenstopp gab Hamilton die Führung nicht ab, während hinter Mercedes und Ferrari kein anderes Team auch nur annähernd Schritt halten konnte. Für die gesamte Saison deutet sich spätestens jetzt ein Zweikampf der beiden Werksteams an. Noch haben die Silberpfeile dabei recht deutlich die Nase vorn und können sich aktuell wohl nur selbst schlagen.

Kurios: Wegen eines Motorenschadens bei Max Verstappens Toro Rosso mitten auf der Zielgeraden musste drei Runden vor Ende das Safety Car auf die Strecke. Da die Bergungsarbeiten andauerten, wurde das Rennen bis zur Zielflagge nicht mehr freigegeben, das Feld fuhr dicht zusammen über die Ziellinie.

Hülkenberg früh raus

Nico Hülkenberg erlebte derweil einen rabenschwarzen Tag und musste seinen unterlegenen Force India schon in der elften Runde abstellen. "Das ist was Größeres", funkte der 27-Jährige aus Emmerich an sein Team. Ein Getriebeschaden verhinderte, dass er die Zielflagge sah. "Meine Frustbewältigung? Drei Tage Sonne in Dubai", sagte Hülkenberg zurück im Fahrerlager. Auch Pastor Maldonado musste seinen Lotus vorzeitig abstellen. Allerdings war der als "Schrottproduzent" bekannte Kolumbianer diesmal nicht selber Schuld. Jenson Button fuhr bei einem Überholversuch zu nah auf und kickte Maldonado von der Strecke. Drei Runden später war das Rennen für Maldonado, der zunächst weiterfuhr, beendet.

Und hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

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