1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Hamilton sichert sich die erste Pole

Weltmeister Lewis Hamilton startet im ersten Rennen der neuen Formel-1-Saison in Australien von der Pole. Derweil droht Deutschland erstmals seit 1960 eine unliebsame Premiere.

Mit über einer halbe Sekunde Vorsprung sicherte sich Silberpfeil-Pilot Hamilton die erste Pole des Jahres. Sein Teamrivale und Herausforderer Nico Rosberg musste sich mit Rang zwei zufrieden geben. Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel wird am Sonntag hinter Felipe Massa vom vierten Startplatz ins Rennen gehen. Ein Desaster erlebten die beiden McLaren-Honda-Piloten: Ex-Weltmeister Jenson Button schied bereits im ersten Zeitabschnitt der Qualifikation aus und startet von Platz 17. Sein Teamkollege Kevin Magnussen, der den bei den Testfahrten verunglückten Zweifach-Weltmeister Fernando Alonso vertritt, wurde 18 - von 18 Autos, die auf die Strecke fuhren.

Wenig Hoffnung auf Deutschland-Grand-Prix

Derweil sinken die Hoffnungen auf ein Formel-1-Rennen in Deutschland in diesem Jahr. "Der deutsche Grand Prix ist im Moment tot", sagte Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone der britischen Zeitung "The Independent". Eigentlich soll der Nürburgring Austragungsort des deutschen Grand Prix in diesem Jahr sein. Seit Monaten ist aber höchst fraglich, ob das Rennen wie ursprünglich geplant am 19. Juli in der Eifel ausgetragen werden kann.

Wegen der schweren finanziellen Dauerkrise auf dem Nürburgring wurde erwartet, dass der Hockenheimring einspringt, der eigentlich erst 2016 wieder Ausrichter des Grand Prix in Deutschland gewesen wäre. Aus wirtschaftlichen Gründen wechseln sich beide Strecken bereits seit Jahren ab. Bislang gibt es dazu allerdings keine Entscheidung. 2014 verbuchten die Betreiber in Hockenheim einen Verlust von rund zwei Millionen Euro.

Ernüchternde Besucherzahlen in Deutschland

Das Hauptproblem für beide Standorte sind vor allem die sinkenden Zuschauerzahlen. Die Betreiber der Rennstrecken können die Antrittsgebühren nur mit diesen Einnahmen kompensieren. Eine bestätigte Summe für das Antrittsgeld gibt es nicht. Die "Wirtschaftswoche" beziffert sie für die deutschen Rennstrecken auf 15 bis 20 Millionen Euro. Dem Magazin zufolge sind die Rennstreckenbetreiber in Deutschland nicht bereit, die Gebühren zu bezahlen.

2014 hatte das Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring lediglich 52.000 Zuschauer angelockt. 2013 kamen nur 45.000 Menschen auf den Nürburgring. Zum Vergleich: Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone standen in der vergangenen Saison 120.000 Zuschauer an der Strecke, im österreichischen Spielberg waren es 80.000.

Die Formel-1-Saison beginnt am 15. März mit dem ersten von 21 geplanten Rennen, dem Großen Preis von Australien in Melbourne. Noch steht der Große Preis von Deutschland im

offiziellen Formel-1-Kalender

als elftes Rennen, am 19. Juli. Sollte es abgesagt werden, wäre es das erste Mal seit 1960, dass in Deutschland kein Formel-1-Rennen gefahren wird.

sp/as (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links