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Formel 1 - Großer Preis von Australien

Hamilton dominiert Training in Melbourne

Der Brite erteilt der Hoffnung der Konkurrenz auf eine bröckelnde Mercedes-Herrschaft in der Formel 1 einen ersten Dämpfer. Das freie Training zum Großen Preis von Australien beherrscht er nach Belieben.

Droht erneut eine Formel-1-Saison mit erdrückender Mercedes-Dominanz? Dieses Schreckensszenario vieler Fans hat sich zumindest in den ersten beiden freien Trainingseinheiten der neuen Saison bewahrheitet. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton fuhr vorne weg, die Verfolger Ferrari und Red Bull schienen zum Saisonstart, trotz der neuen Aerodynamik-Regeln, kaum näher an die Silberpfeile herangekommen zu sein. Hamilton setzte am Freitag in Melbourne in 1:23,620 Minuten nicht nur die souveräne Tagesbestzeit, sondern unterbot auch den Streckenrekord von Rekordweltmeister Michael Schumacher im Albert Park aus dem Jahr 2004 um rund eine halbe Sekunde. Damit ist Hamilton auch der Favorit für das Qualifying am Samstag - und er unterstrich auch gleich seine Ambitionen auf den vierten WM-Titel.

"Es war zu 99 Prozent perfekt heute", sagte der Brite anschließend. "Nach den schwierigen Testfahrten ist das Auto jetzt da, wo es sein sollte. Aber wir werden erst morgen sehen, wo wir wirklich stehen." Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff lobte seinen Starpiloten ausdrücklich: "Lewis hatte einen sehr guten Tag. Wir hatten nach den Testfahrten einige Fragezeichen. Für das Team war das heute einer der besseren Freitage."

Vettel: "Haben Arbeit vor uns"

Formel 1 Großer Preis von Australien Training Vettel (Reuters/B. Malone)

Vettels Ferrari ist eine halbe Sekunde langsamer

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wurde zwar Zweiter hinter Hamilton, sein Rückstand von 0,547 Sekunden gab dem viermaligen Weltmeister aber bereits zu denken. "Ich bin nicht glücklich mit der Balance des Autos. Heute ist es immer noch schwer zu sagen, wer wirklich wo steht. Aber wir haben ganz sicher noch Arbeit vor uns", sagte er.

In der ersten Session konnte Vettel wegen Problemen mit dem verstellbaren Heckflügel an seinem auf den Namen "Gina" getauften SF70-H kaum fahren. Vettel hatte bei den Testfahrten in Barcelona mit einigen schnellen Runden sowie starken Longruns geglänzt und wurde von Hamilton in die Favoritenrolle gedrängt.

Einen Nackenschlag erlebte auch Hamiltons neuer Teamkollege: Rosberg-Nachfolger Valtteri Bottas war als Dritter auf seiner schnellsten Runde ganze 0,556 Sekunden langsamer als Hamilton. "Ich kann morgen definitiv einen Schritt nach vorne machen", sagte der Finne selbstkritisch. Die hoch eingeschätzten Daniel Ricciardo (+1,030) und Max Verstappen (+1,393) kamen in ihren Red Bulls nicht über die Plätze fünf beziehungsweise sechs hinaus. Vor das Duo schob sich noch Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen als Dritter (+0,905). "Wir scheinen derzeit die Nummer drei zu sein. Wenn wir Ferrari hinter uns lassen wollen, müssen wir uns strecken", sagte Verstappen.

Renault-Neuzugang Nico Hülkenberg belegte den ordentlichen neunten Platz (+1,858), Sauber-Debütant Pascal Wehrlein kam mit 3,299 Sekunden Rückstand auf Hamilton auf Rang 18 unter 20 Startern.

asz/ck (sid, dpa)    

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