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Musik

Hamburger Symphoniker erinnern an Babyn-Jar-Massaker in Kiew

Beim Massaker von Babyn Jar starben vor 75 Jahren Tausende Juden. In Gedenken an das traumatische Ereignis geben die Symphoniker Hamburg nun ein Konzert in der Nationaloper der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

"Wir fühlen uns außerordentlich geehrt, dass ein deutsches Orchester an einem solchen Gedenkkonzert teilnehmen darf", sagte Daniel Kühnel, Intendant der Hamburger Symphoniker. An diesem Donnerstag (29.09.2016) tritt das Orchester in der Nationaloper in Kiew auf. Das Konzert ist Höhepunkt und Abschluss einer Woche örtlicher Gedenkveranstaltungen.

Veranstalter ist die Initiative "Ukranian Jewish Encounter". Sowohl Dirigentin als auch der Auftragskomponist stammen aus der Ukraine: Oksana Lyniv ist außerdem an der Bayerischen Staatsoper in München als Assistentin des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko tätig. In Gedenken an das Massaker schrieb Yevhen Stankoych das Werk "Kaddish-Requiem", das Donnerstag in Kiew uraufgeführt wird.

Dirigentin Oksana Lyniv aus der Ukraine, Foto: Oleg Pavlyuchenkiy

Dirigentin Oksana Lyniv aus der Ukraine

Beim Massaker Babi Jar starben 33.000 Juden

Ferner steht "Kol Nidrei - Adagio nach hebräischen Melodien" von Max Bruch auf dem Programm sowie "Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms.

Das Massaker von Babyn Jar vor 75 Jahren wurde nach der gleichnamigen Schlucht auf dem Stadtgebiet Kiews genannt, wo im Jahr 1941 die deutsche Wehrmacht, Sicherheitspolizei und Sicherheitsdienst mehr als 33.000 Juden ermordeten. "Babyn Jar" war die größte einzelne Mordaktion an jüdischen Männern, Frauen und Kindern im Zweiten Weltkrieg. Zu der Zeit hatte die Wehrmacht fast die gesamte Ukraine besetzt.

Der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch komponierte ebenfalls ein Werk, das den Opfern der Tragödie gewidmet ist: seine 13. Sinfonie "Babyn Jar".

rf/so (dpa, kultur-port.de)