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Aktuell Kultur

Hamburger Künstler setzen sich für Lampedusa-Flüchtlinge ein

Bela B. und Fatih Akin sind zwei der prominenten Künstler, die das "Lampedusa-Manifest" unterzeichnet haben. Darin fordern sie eine Zukunft für die Flüchtlinge in der Hansestadt.

"Mir geht es gut. Warum soll es anderen nicht auch gut gehen?", sagt Bela B. im Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Der Schlagzeuger und Sänger der deutschen Punkrockband "Die Ärzte" hat den öffentlichen Appell unterzeichnet, der am Montagmittag in Hamburg vorgestellt wurde. Unter dem Namen #link:http://manifest-fuer-lampedusa-hh.de/:"Hier eine Zukunft! Manifest für Lampedusa in Hamburg"# wollen die Künstler ihre Solidarität mit den afrikanischen Flüchtlingen deutlich machen, die seit mehr als einem Jahr ein Bleiberecht in der Hansestadt fordern.

Die Ärzte - Die beste Band der Welt- Foto: Hot Action Records

Bela B. (Mitte) mit seinen Bandkollegen

Zu den Erstunterzeichnern gehören neben Bela B. und Filmemacher Fatih Akin, die Intendantin Amelie Deuflhard (Kampnagel), der Musiker Jan Delay, die Schriftstellerin Peggy Purnass sowie der Publizist Roger Willemsen. Einige von ihnen hatten sich bereits im Herbst 2013 dem Manifest der Gruppe Lampedusa in Hamburg, "Wir sind mehr", angeschlossen. "Wir unterstützen den Kampf dieser Gruppe aus den unterschiedlichsten Gründen. Die einen sind aus christlicher Nächstenliebe dabei, andere aus humanitären oder politischen Gründen (...). Was uns eint, ist die Überzeugung, dass diese Menschen eine Zukunft haben müssen – und zwar hier in dieser Stadt", heißt es in dem nun vorgestellten Papier.

Mehr Solidarität

Lampedusa-Flüchtlinge in Hamburg

Lampedusa-Flüchtlinge in Notunterkünften in Hamburg. Foto: Axel Heimken/dpa

Vertretern der Gruppe Lampedusa in Hamburg zufolge leben derzeit 100 bis 150 Lampedusa-Flüchtlinge in der Hansestadt auf der Straße. Ihr Aufenthalt in privaten und kirchlichen Unterkünften sei abgelaufen. 80 von ihnen waren im vergangenen Jahr in der St.Pauli Kirche untergekommen. "Die Menschen leben unter unmenschlichen Verhältnissen", sagte Asuquo Udo, Sprecher der Gruppe Lampedusa in Hamburg. Das Problem dieser Menschen sei keinesfalls gelöst, sondern habe sich noch einmal verschärft.

In dem Manifest wird vor allem die Politik des Senats der Hansestadt kritisiert. Bis dato lehne der Hamburger Senat eine Gruppenlösung für die 2011 aus Libyen geflohenen Flüchtlinge ab.

as / chr (Hamburger Abendblatt/dpa)

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